Ich war 2 Monate auf der Allgemeinchirurgie und habe jeden freien Tag voll ausgenutzt. Gott sei dank sind die Weihnachtsfeiertage so gefallen, dass ich mir einzelne Tage freinehmen konnte (auch wenn das nur schwer möglich war), sodass ich insgesamt eigentlich nur 6 Wochen effektiv da war. Man hat zwar keine richtigen Aufnahmen, aber frei kann man sich nur nehmen wenn mal x-mal nachfragt.
Das Team besteht hauptsächlich aus Männern und das lassen sie einen auch spüren als Frau. Einige Chirurgen sind sehr nett, aber deinen Namen merken sie sich trotzdem nicht.
Man wird für den OP eingeteilt, in der Ambulanz (wo man nur da sitzt und vereinzelt etwas erklärt bekommt) oder man ist auf der Station gefangen mit den TurnusärztInnen die hauptsächlich die Station führen. Das Klima untereinander ist schwierig - die TurnusärztInnen machen die Arbeit der StationsärztInnen und die Chirurgen stehen alle nur im OP...
Es hat mal 1 Woche gedauert bis uns überhaupt jemand eine Aufgabe gab. Dann sind wir für die Aufnahmen eingeteilt worden (bis zu 18/Tag).
Auch das Verhältnis zur Pflege ist mehr Schickernei als nett.
Der Primar möchte von jedem eine Fallpräsentation haben und man bespricht dann Diff. diagnosen etc. in der Runde, das war das einzig Lehrreiche.
Meine Pros: man konnte meist vor 13 Uhr gehen!!
Wen Speiseröhren, Magen oder Darm und Chirurgie interessiert, ist hier wahrscheinlich besser aufgehoben.
Alles in Allem bekommt man glaube ich nirgends ein mieseres Gefühl über sein Dasein als KPJler vermittelt als hier.