PJ-Tertial Anästhesiologie in Universitaetsklinikum Magdeburg (11/2025 bis 3/2026)

Station(en)
Zentral OP, Palliativ, Schmerzmedizin, HNO, HTC, ITS, Gyn und Auge, NEF Fahrt
Einsatzbereiche
Station, OP, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Magdeburg
Kommentar
Obwohl ich schon vorher wusste, dass Anästhesie kein Fach sein wird, das ich im späteren Leben machen wollen würde, kann ich das Fach am Uniklinikum in Magdeburg trotzdem wärmstens empfehlen. Super nettes Team, viel Praxis, viele Bereiche werden abgedeckt und man kann glaube ich viel mitnehmen, ganz gleich, welchen Fachbereich man später wählt.

- Pro
i) Vorab Auswahl der Wunschbereiche in die man rotieren möchte: Zentral OP, HNO, Gyn/Auge, ITS, Schmerz Ambulanz, Palliativmedizin, Herz Thorax Chirurgie. Die Wünsche wurden auch soweit es möglich war alle beachtet. Ich hatte bspw. nicht so das Verlangen nach Auge und Gyn, wollte länger auf ITS bleiben und das hatte auch funktioniert
ii) 2 PJ Koordinatoren, die immer per Mail, persönlich oder per WhatsApp erreichbar und menschlich auch total nett waren
iii) Das Team der gesamten KAIT war super freundlich. Sowohl das ärztliche Personal, als auch das Pflegerische. Was in Magdeburg auch nochmal besonders hervorzuheben ist, da ich die Menschen hier im Allgemeinen als eher schroff beschreiben würde.
iv) Praxis: Man darf wirklich alles machen. Vom Zugang bis zum Durchführen der kompletten Einleitung im OP (ich hatte jetzt keine Vorerfahrung, und nach einigen Wochen Anleitung ist die Lernkurve ziemlich steil, weil man wirklich immer mitmachen darf, kann und soll)
v) PJ Seminare: Jeder macht einen Vortrag im Jahr und das entspricht dem Fallbericht des PJ Logbuchs. Die Themen sind immer relevant und meist auch mit Praxisteil im SkillsLab. Die sind meist alle 1-2 Wochen. Es ist ein lockerer Rahmen und nicht furchtbar streng krampfhaft akademisch.
vi) NEF: Alle fahren auch mind. 2x im NEF mit. Sicherheitsschuhe und Jacke werden gestellt.
vii) Gehalt: PJ Stipendium 990 Euro, fast schon fürstlich, wird alle 4 Wochen bezahlt, kommt aber ggf. auch mal 2 Wochen später
viii) Ansehen: Man wird vom Team nicht als "PJler" angesehen, sondern als Kollegin bzw. Kollege und vielleicht auch als zukünftiger Teil des Teams.
ix) Spinde: Man bekommt einen eigenen Spind mit einer anderen Person zusammen in dem man sein Zeug tagsüber verstauen kann. Fand ich praktisch, dass man dann nicht immer überall rumläuft wie so ein Esel.

- Contra
i) Journal Club: Ist kein richtiges Contra Argument, aber man soll im Sinne eines Journal Clubs noch einen 2. Vortrag halten und ein Paper der Wahl vorstellen und kritisch hinterfragen. Wurde seit dem Tertial 25/2026 neu eingeführt.
ii) Keine Rotation in die ZNA
iii) Freizeit: Auch kein richtiges Contra Argument. Also man muss schon meist um 7 Uhr umgezogen vor Ort sein, und es ist jetzt nicht so, dass man um 13 Uhr zu Hause ist. Wenn jemandem Wert darauf legt viel Freizeit zu haben, vielleicht was anderes wählen.
iv) PJ Gehalt: Wie bereits oben erwähnt, kommt das Gehalt nicht immer pünktlich.

= Fazit: In der Summe absolut empfehlenswert und wahrscheinlich ganz nah am Maximum was PJ bieten kann. Man hat viel gelernt, praktische Skills erlernt, gute Bezahlung im Vergleich zu anderen Kliniken bekommen und trotzdem waren die Leute höflich und freundlich.
Bewerbung
Regionales Auswahlverfahren, es waren glaube ich am Ende auch noch Plätze frei.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen
Patienten untersuchen
Punktionen
Braunülen legen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
990

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1