In der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Gastroenterologie, war ich hauptsächlich auf der gastroenterologischen Station. Der Alltag besteht hier vor allem aus Visiten begleiten, die Dokumentation machen und ab und zu die Pflege unterstützen wenn viel los ist, z. B. bei Blutabnahmen oder Zugänge legen. Ansonsten darf man z. B. in die Endoskopie zu Gastroskopien, Koloskopien, ERCPs oder mal zu einer Knochenmarkspunktion. Es gibt dort auch einen Raum für Sonos, hier durfte ich auch mal selbst sonographieren und Aszitespunktionen machen.
In der Pneumologie war ich auf der Weaning-Station und fand die Rotation insgesamt sehr gut. Man darf hier eigene Patienten betreuen, diese auf den Visiten vorstellen und gemeinsam überlegen, was als Nächstes zu tun ist. Dadurch ist man ziemlich aktiv ins Tagesgeschäft eingebunden und lernt viel über Beatmungsentwöhnung und pneumologische Krankheitsbilder. Wenn man Glück hat, darf man auch mal selbst bronchoskopieren, da diese Untersuchungen dort sehr häufig stattfinden. Insgesamt eine sehr lehrreiche und empfehlenswerte Rotation.
In der Nephrologie kann man auf die Normalstation oder in die Dialyseabteilung. Man kann bei den Visiten mitgehen und z. B. Blutabnahmen oder Blutkulturen abnehmen. Ansonsten gibt es nicht so viel, was man selbstständig praktisch machen kann, man darf aber z. B. bei Nierenpunktionen zuschauen.
In der Kardiologie habe ich fast meine gesamte Rotation auf der kardiologischen Intensivstation verbracht und kann das wirklich sehr weiterempfehlen. Es ist ein super nettes Team, in das man schnell gut eingebunden wird. Man geht mit auf Visiten, fährt mit zur Diagnostik, also z.B. zum CT, kann Sonos machen, und bekommt viel Teaching von den Oberärzten. Die Patienten und Patientinnen werden jeden Tag körperlich untersucht, das kann man selbst machen und auch selbst dokumentieren. Ich hatte hier eine sehr gute Rotation und wohl auch etwas Glück: ich durfte mehrere ZVKs, Arterien, und Pleura-Drainagen legen. Insgesamt eine sehr gute Station, auf der man auch praktisch sehr viel machen kann.
Man ist regulär eine Woche in der Notaufnahme eingeteilt. Je nachdem, wie viele PJler gerade in der Inneren sind, kann man das evtl. auch verlängern. Ich kann die Notaufnahme auf jeden Fall sehr empfehlen. Es ist ein sehr motiviertes Team, man darf immer eigene Patienten anschauen, untersuchen, diese dann besprechen und selbst die Briefe schreiben. In die Schockräume kann man auch oft mitgehen und zumindest zuschauen. Ich durfte dort sogar einmal selbst im Schockraum nach einer Reanimation einen Kühlkatheter und eine arteriellen Zugang legen.
Das Haus ist sehr zu empfehlen, eigentlich alle sind durchweg sehr nett, und man kann wirklich viel machen wenn man Lust darauf hat! Auch das Angebot an PJ-Unterricht ist sehr gut, bis zu 5 verschiedene Seminare pro Woche, die auch bis auf Ausnahmen stattfinden.