PJ-Tertial Chirurgie in Klinikum Chemnitz (11/2025 bis 1/2026)

Station(en)
K382, K383, N042
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Diagnostik, OP, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Dresden
Kommentar
Ich habe eine Hälfte meines Chirurgietertials am Klinikum Chemnitz geleistet und bin in dieser Zeit über 3 Stationen rotiert. Das war für 8 Wochen schon relativ viel, ich fand es aber super, da ich viel Unterschiedliches sehen konnte. Man kann vorher Wünsche bei der PJ-Beauftragten abgeben, das habe ich nicht gemacht, aber soweit ich weiß wurden die Wünsche von PJ-KollegInnen auch berücksichtigt. Die Organisation des Tertials war sowieso super, man hat einen kompletten Einführungstag und Frau Lange ist wirklich sehr nett und bemüht, dass man eine gute Zeit hat.

1. Station Gefäßchirurgie:
Arbeitsbeginn war 6:45 Uhr zum Blut abnehmen, ab 7 Uhr startet die Visite und um 7:45 Uhr steht die Morgenbesprechung zusammen mit den ThoraxchirurgInnen an. Ich fand den Ton im Team kühl bis etwas pampig untereinander, zu mir waren einige nett, einige haben sich nicht für mich interessiert. Man kann sich sehr frei aussuchen, was man man machen möchte (Station, OP zugucken oder mit an den Tisch, Notaufnahme), was ich ganz angenehm fand, weil ich einfach gucken konnte wonach mir gerade ist und es niemanden groß interessiert hat, wo ich mich rumtreibe. Die ÄrztInnen haben von sich aus eher wenig erklärt, bei Nachfragen meinerseits waren aber alle immer nett und bemüht. Man wird nicht viel eingebunden, wenn man nachfragt dann darf man aber eigentlich immer machen (Aufnahmen, Gefäß-Sono, Einwaschen). Feste Aufgaben gab es für PJs neben bei Blutentnahmen helfen und Flexülen legen noch das Messer der postoperativen ABIs auf Station. Früher gehen war bei Nachfrage wenn nichts los war auch mal drin. Alles in Allem waren die 2 Wochen genau so, wie ich es mir im PJ-Tertial vorgestellt habe.

2.Station Thoraxchirurgie:
Das Team ist klein und betreut nur eine halbe Station, alle sind nett und die Stimmung unter den ÄrztInnen ist witzig und freundschaftlich. Eine Fachärztin ist zu PJs etwas…seltsam, man kann sich aber ganz gut von ihr fernhalten. Man war teilweise fest für OPs eingeteilt und konnte assistieren, dabei waren alle OperateurInnen immer nett und haben auf Nachfrage ein bisschen erklärt. Auch hier habe ich morgens die Pflege bei Blutentnahmen unterstützt, ab und zu hat der Oberarzt mich von Visite weggeschickt, damit ich mit Blutentnahme mache, das fand ich etwas schade. Feste Aufgaben gab es ansonsten für mich keine, aber bei Nachfragen dufte ich die Dinge meistens auch machen. Ich wurde maximal 10 Minuten früher heimgeschickt.

3. Station Neurochirurgie:
Die beste Rotation in meinen 8 Wochen. Die Station ist aufgeteilt in Wirbelsäule und Kopf, ich habe mich selbstständig bei Visite eine Woche hier und eine Woche da eingeteilt das fand ich ganz gut so um jeweils einen Überblick zu bekommen. Ich konnte mir selber aussuchen, worauf ich Lust habe und wurde immer wieder ermutigt zu sagen, was ich mir anschauen oder ausprobieren möchte. Die ÄrztInnen sind wirklich alle total nett zu mir gewesen, haben mir viel erklärt und waren bemüht mir Dinge beizubringen. Die Stimmung in der Morgenbesprechung ist oft etwas gereizt unter den Oberärzten, aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen! Ich war mit in der Aufnahme (hier hat sich ein Weiterbildungsassistent die Zeit genommen mir eine halbe Stunde zu erklären, wie man ein cMRT auswertet, das hat mir richtig viel für die Morgenbesprechung gebracht!), in den Sprechstunden (hier lohnt es sich bestimmt in verschiedene reinzugucken, ich hab es nur in die Wirbelsäulensprechstunde geschafft), auf Station (Verbandswechsel, Drainagen ziehen, körperliche Untersuchungen, Briefe schreiben, es gibt eine nette PA, die mich ein bisschen an die Hand genommen hat) und im OP (zugucken, am Tisch stehen, assistieren). Es gibt auch die Möglichkeit mit in die Notaufnahme oder ITS/IMC zu gehen, das habe ich aber in der kurzen Zeit nicht geschafft. Start war um 7 Uhr, mit Visite, dann Morgenbesprechung (die ist sehr langwierig, wem man sie komplett mitmacht, aber ganz interessant weil alle Bilder vom Chef der Neuroradiologie demonstriert werden). Die Operationen gehen während der Morgenbesprechung los, also guckt man sich am besten morgens direkt den OP-Plan an und hängt sich dann an die Operateure, wenn sie aus der Besprechung verschwinden. Gegangen bin ich meistens pünktlich oder etwas früher.

Ich bin nicht Chirurgie-begeistert und fühle mich im OP auch nicht unbedingt immer wohl, aber ich war alles in allem echt total froh mit meiner Zeit hier. Ich denke, wenn man mehr Initiative zeigt als ich, kann man nochmal viel mehr mitnehmen, aber für mich war es prima so :)
Die PJ-Bedingungen sind unschlagbar (gutes Gehalt, auf Wunsch günstige Unterkunft, 6€ Essen pro Tag, 2x/Woche PJ-Unterricht, regelmäßig PJ-Treffen, Skillslab-Tag) und die Orga war top. Mit mir zusammen haben außerdem super viele PJs angefangen und man konnte sich direkt connecten. Würde ich auf jeden Fall empfehlen!
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Nahtkurs
Bildgebung
Tätigkeiten
Patienten untersuchen
Röntgenbesprechung
Braunülen legen
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Mitoperieren
Untersuchungen anmelden
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
856

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.2