Das Siloah verfügt über neun OP-Säle, davon sind die meiste Zeit acht in Betrieb; die I1 (Intensivstation) sowie die IMC werden anästhesiologisch betreut. Vorgesehen sind vier Wochen auf Intensivstation (Einteilung erfolgt nach Absprache), den Rest im OP.
Dienstbeginn ist um 7.30h, dann erfolgt die Zuteilung der Studierenden in die OP-Säle durch die zuständigen OP-Aufsicht (man darf aber auch Wünsche äußern). Je nach betreuendem ärztlichen Personal konnte man mehr oder weniger viel machen. Da zu der Zeit, in der ich da war, relativ viele Assistenzärzte in Einarbeitung waren bzw. erst angefangen haben, war Intubieren/ Einleiten nicht so oft möglich, wie ich es mir gewünscht hätte. Nach einer gewissen Zeit hat man jedoch den Dreh raus, bei wem man viel machen darf. Ich kann vorallem die Arbeit in der dezentralen Funktion (Brochoskopie und Urologie) empfehlen, hier kann man wirklich (fast) immer viel selber machen, in der Bronchoskopie sogar das Intubieren mit starrem Bronchoskop. Die meisten Ober- und Fachärzte und auch viele sehr engagierte Assistenzärzte bemühen sich sehr, einem viel beizubringen und viel machen zu lassen! Gerade ZVK-Anlagen, arterielle Punktionen und periphere Regionalanästhesien werden im Siloah häufig durchgeführt, sodass ich einige Male die Chance hatte diese selber durchzuführen.
Dienstbeginn auf der Intensivstation ist um 7.15h. Hier konnte man, je nach Besetzung, eigene Patienten betreuen. Auch hier war das ärztliche Personal sehr engagiert, einem Dinge beizubringen und Sachen machen zu lassen.
Während eines PJ Tertials darf man bis zu 4x im NEF 4 mitfahren. Sicherheitsschuhe solltet ihr bestenfalls selber mitbringen.
Insgesamt kann ich das PJ im Siloah sehr empfehlen. Es hat sich, in Hinblick auf frühere PJ-Bewertungen, in den Jahren viel getan: Die Arbeitsatmosphäre ist sehr angenehm, das ärztliche Personal sehr engagiert, kompetent und freundlich und auch die Anästhesie-Pflege ist Spitze! Die Zusammenarbeit war auf allen Seiten immer sehr wertschätzend und bereichernd.