Da ich Innere Medizin später anstrebe, habe ich mir ein Krankenhaus mit besonders guten Bewertungen herausgesucht. Leider wurden die Erwartungen nicht erfüllt und ich kann ein PJ nur bedingt hier empfehlen.
Positiv:
+ super nettes Team, sowohl Assistenten, Oberärzte und Chefärzte!
+ gute Integration ins Team
+ gute Interaktion mit der Pflege
+ Nachtdienste/Dienste möglich
+ Rotationen zwischen den Standorten möglich
+ gute Organisation des 1. PJ-Tags: man bekommt sämtliche Schlüssel, Telefon, Namensschild, Einweisungen, Spind
Neutral:
- viele Blutentnahmen (im PJ-Flyer der Klinik wird damit geworben, dass eigentlich ein Blutentnahmedienst dies übernimmt; da dieser zu meiner Zeit des Öfteren ausfiel blieb diese Arbeit meist an den PJlern hängen)
Negativ:
- PJ Unterricht ist fast immer ausgefallen. In dem Flyer und auf der Website wird mit einem wöchentlichen Sonographiekurs, EKG-Kurs und einem Kardioseminar geworben. Es fand in meinen 14 Anwesenheitswochen (2 Wochen Urlaub) KEIN MAL der EKG Kurs statt, das Kardio- und Sono-Seminar nur SEHR UNREGELMÄßIG. Das war mehr als enttäuschend, zumal ich das Haus extra wegen der guten Lehre auswählte...
- unstrukturierte PJler Aufteilung und kein Ablaufplan im PJ: bis zu 8 PJler pro Tertial im Klinikverbund (also da sich die Tertiale immer Doppeln bis zu 16 PJler)... zwar sind am Standort Coesfeld meist nur 6-8, dennoch ist das einfach zu viel und man steht sich teilweise auf den Füßen
- keine PJ-Ausbildungsgespräche
- man konnte leider nur wenig eigene Patienten / Zimmer betreuen und auch nur wenig selbst machen (selten Sonographie, 1x Pleurapunktion, keinen ZVK und keine Arterie (auch nicht auf Intensiv), bei Kolos/Gastros durfte man auch nur zusehen...)
Zusammenfassend:
Leider überwog trotz des guten Teams der schlechte PJ-Unterricht, der so häufig kurzfristig ausfiel. Auch konnte man nur wenig selbst machen.