PJ-Tertial Innere in Vivantes Klinikum Spandau (9/2025 bis 12/2025)

Station(en)
51,52
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme, Diagnostik
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Insgesamt war es ein gutes Tertial, wobei ich in den verschiedenen Bereichen unterschiedliche Erfahrungen gemacht habe.

Gastroenterologie
Die Ärzte sind freundlich und kompetent und lassen PJler eigenständig arbeiten. Ich konnte Patientenfälle besprechen, Arztbriefe schreiben und in die Funktionsdiagnostik mitgehen. Besonders spannend waren Eingriffe wie Aszites- und Leberpunktionen, Gastroskopien, ERCPs und weitere Untersuchungen.
Es gibt keine MTA oder Phlebotomisten, sodass man morgens häufig mit Blutabnahmen beschäftigt ist. Dies ist aber insgesamt gut machbar.

Rettungsstelle
Die Rettungsstelle war ein weiteres Highlight.Hier konnte ich eigenständig Patienten aufnehmen, Zugänge legen und Notfälle aus Neurologie, Innerer Medizin und Unfallchirurgie mitbekommen. Nach einer gewissen Zeit wiederholen sich die Fälle aufgrund der begrenzten Fallarten in Spandau, dennoch ist die Erfahrung lehrreich. Wichtig ist, frühzeitig mit den Stationen abzuklären, wie lange man in der Rettungsstelle sein möchte, da man teilweise morgens noch Blutabnahmen auf der Station übernehmen muss.

Hämatologie/Onkologie
Das Fachgebiet ist sehr interessant und es gibt viele spannende Fälle. Allerdings ist die Arbeitsbelastung hoch und die Organisation verbesserungswürdig. Zwar gibt es eine MTA, diese ist jedoch häufig mit Chemotherapien beschäftigt, sodass man an arbeitsreichen Tagen bis zu 3 Stunden Blut abnimmt. Das gehört natürlich im PJ dazu, doch kann manchmal zu Rückenschmerzen führen :D Man ist für die Aufnahme neuer Patienten zuständig, was sehr lehrreich sein kann, sich jedoch manchmal bis zum späten Nachmittag ausstreckte. Meist hatten wir vor 16 Uhr frei, circa einmal die Woche nach 16 Uhr. Trotzdem gab es einige gute Ärzte, die einen bei Dingen wie KM-Punktionen einen mit an die Hand nehmen und vieles zb in der Visite erklären. Auch der Chefarzt hat sich meist 1x die Woche Zeit genommen für Unterricht, der normalerweise nicht in der Klinik stattfindet, welcher auch sehr lehrreich war.

Probleme traten außerdem bei der Koordination und Sammlung der Studientage auf. Abmachungen die am Anfang des Tertials getroffen wurden, mussten am Ende noch diskutiert und gerechtfertigt werden. Der PJ-Koordinator, der erst Mitte des Tertials eingesetzt wurde, deutete an, dass in Zukunft keine Sammlung von Studientagen mehr möglich sein wird und auch die Regelung mit zwei Freistunden pro Tag anstelle eines Studientages überdacht werden könnte.

Insgesamt ist das innere Tertial am Vivantes Klinikum Spandau empfehlenswert, wobei die Erfahrungen je nach Fachrichtung variieren können. Ich habe trotzdem in allen Stationen viel gelernt und bin dankbar für die Erfahrung und Betreuung. Laut Erzählungen von PJ-Kollegen in der Kardio und Pneumo, kann es auch nur positiv laufen, da es dort laut ihnen aufgrund von Phlebotomisten kaum Blutabnahmen und eine bessere Organisation und Teamstruktur gibt.Dazu kann ich natürlich nichts sagen, da ich den Stationen nicht eingeteilt war.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Patientenvorstellung
EKG
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
EKGs
Patienten aufnehmen
Punktionen
Notaufnahme
Röntgenbesprechung
Eigene Patienten betreuen
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Braunülen legen
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
465

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
3
Freizeit
2
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 2