Insgesamt habe ich mich im Team sehr wohlgefühlt und hatte häufig Tage, an denen ich viele Tätigkeiten selbstständig durchführen durfte, wie z. B. PVK legen, Präoxygenierung bis zur Intubation, die Beatmung und Narkose vollständig eigenständig einstellen und überwachen. In dem Haus werden teilweise sehr konservative Narkoseverfahren angewendet: viele balancierte Gasnarkosen mit Thiopental zur Einleitung, kaum bis keine TIVA, dafür jedoch viel PDK und Spinalanästhesie (auch in der Geburtshilfe). Zudem hatte ich eine 4-Tage-Woche. Ich habe auch häufig Aufgaben bei Reanimationen übernommen. Der Umgang im Team war überwiegend sehr kollegial, auch wenn es natürlich vereinzelt unentspannte Momente gab. Insgesamt vielen Dank an das Team für das angenehme Wahltertial!
Pro:
Viele selbstständige Tätigkeiten möglich (nicht bei allen Ärzt:innen)
Selbstständige Einteilung in die OP-Säle und Möglichkeit, sich spannende Eingriffe auszusuchen (nicht immer)
4-Tage-Woche
Aufwandsentschädigung von 573 €
OP-Pausenraum mit Kaffee und Mineralwasser (regelmäßig bringt jemand etwas zum Teilen mit)
Contra:
Kein/Kaum Unterricht auf der Intensivstation
Relativ schnell erreicht man ein Limit der Tätigkeiten, die man durchführen darf. Zum Beispiel werden ZVKs nur selten von Studierenden gelegt und gehen meist an die Assistenzärzt:innen.
Kein eigener Schlüssel für das Ärztezimmer, obwohl man sich dort um 7:30 Uhr trifft. Möchte man außerhalb des offiziellen Dienstbeginns hinein (z. B. weil man dort persönliche Sachen deponiert hat), muss man oft draußen stehen und klopfen. Das war häufig unnötig nervig.
Dienstkleidung ist nicht so unkompliziert verfügbar wie am UKD.
Altes Gebäude; insbesondere in der Herrenumkleide häufig schlechte Luft mit starkem Schweißgeruch.