Hier eine erneute, aktuellere Bestätigung der vorangegangenen Berichte über das PJ-Tertial in der Anästhesiologie am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum: absolut lehrreich, sowohl praktisch als auch theoretisch! Und ein Chefarzt, der für sein Fach brennt. Klare Empfehlung!
Es bietet sich die unkomplizierte Gelegenheit ein Zimmer in der PJ-Wohnung gegenüber vom Klinikum zu bekommen, sodass es morgens nur einen Weg von 5 Gehminuten bis zur Übergabe um 07:15 Uhr zu bewältigen gilt. Danach findet man sich im zugeteilten Saal mit den Kollegen ein und der Spaß beginnt. Jeden Mittwoch findet bereits um 06:30 Uhr eine Fortbildung für die Ärzte in Weiterbildung statt, die ich nur weiterempfehlen kann.
Am Nachmittag gibt es eine erneute Übergabe und Festlegung der Säle für den nächsten Tag. Das Mittag in den OP zu bestellen ist unkompliziert möglich und ihr habt Zeit zum essen.
Hin und wieder in Rücksprache einen "Studientag" zu nehmen ist problemlos möglich, gleiches gilt für Urlaub.
In meinem Tertial fand, vermutlich aufgrund des Sommers, kein Unterricht von anderen Fächern statt. Zum Tertialende wurde ein neuer Seminarplan raus geschickt, sodass die Möglichkeit weiteres Fachwissen zu wiederholen hoffentlich wieder auflebt.
Stattdessen hat CA Mauermann mit uns in Seminaren zu physiologischen Grundlagen gesprochen und begleitet allgemein die Lernkurve mit, die (allermeisten) Oberärzte haben ebenfalls viel Freude daran PJlern etwas beizubringen und die Assistenzärzte haben selbst eine sehr gute Lehre erhalten - geben ihr Wissen gerne weiter. Nicht zu vergessen ist hier die Anästhesiepflege, die euch ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite steht.
Ansonsten ist das Spektrum sehr breit, bis auf Herzchirurgie alles vorhanden und dementsprechend vielfältige auch die Verfahren. In der Retrospektive betrachtet wird an diesem Haus noch vergleichsweise viel Narkosegas verwendet und TIVA gilt es vorrangig in der Neurochirurgie zu erlernen (bei stundenlangen Eingriffen ist es möglich in weitere Säle mit auszuweichen).
Praktisch kann man je nachdem, wem man zu geteilt ist und ob es die Zeit erlaubt, unter Aufsicht die komplette Einleitung selbst durchführen. Ich habe reichlich PVKs, Arterien, ZVKs und auch Regionale, Kaudale, Spinale gestochen. Gleiches gilt für Maskenbeatmung, Intubationen, Bronchoskopien. Hier lernt ihr wirklich viel praktisch und könnt noch sicherer werden! Es war mir möglich mit in den Kreißsaal zu gehen und auch die Schockraumversorgung mitzuerleben.
Wenn ihr gerne mal in der Sprechstunde dabei sein oder mit auf der Intensivstation arbeiten wollt, bedarf es nur der Absprache. Auch ein Spätdienst (ITS) übers Wochenende lohnte sich für mich und wird entsprechend mit Freizeit ausgeglichen. In Zuge dessen konnte ich auch die Anästhesien bei Not-Operationen mit begleiten.
Wer richtig Lust auf ein lehrreiches PJ-Tertial hat, ist hier goldrichtig - alle anderen kommen aber auch auf ihre Kosten. Es ist, was ihr daraus macht!
Bewerbung
Die Einschreibung erfolgt regulär über das PJ-Portal.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen Braunülen legen Punktionen