Ich war für 2 Monate auf der Anästhesie in Wels (Ende September bis Mitte/Ende November). Es war mein erstes KPJ-Modul und ich fand es ist eigentlich den perfekten Einstieg ins KPJ. Ich habe mich knapp 1 1/2 Jahre im Vorhinein beworben und damals auch sehr schnell eine Rückmeldung bekommen. Auch die Anmeldung für eine Personalunterkunft hat problemlos geklappt, und ich bekam auch sofort eine Zusage und die notwendigen Infos dazu.
Der Dienst beginnt immer um 7 zur Morgenbesprechung, welche meist knapp 20 Minuten dauert. Man ist jeden Tag fix jemandem zugeteilt, was ich sehr toll fand. Falls in einem OP mal etwas weniger Programm stattfindet, kann man auch problemlos zwischen den OPs hin und her wechseln. Den Ärzt:innen kann man jederzeit Fachfragen stellen, welche sie meist gerne beantworten.
Die Abteilung ist relativ groß. Es gibt 2 Zentrale OP-Ebenen mit jeweils 6 OPs und zahlreiche Außenstellen (Gyn, Uro, Tagesklinik etc.), wobei vom Primar aus sehr darauf geachtet wurde alles einmal gesehen zu haben. --> fand ich sehr cool, da sehr abwechslungsreich, und man dadurch auch viel lernen konnte. --> Man ist auch mal auf den Intensivstationen eingeteilt.
Vom Haus wird ein eigener Zugang zum Patienteninformationssystem und eig. allen anderen notwendigen Computerprogrammen zur Verfügung gestellt.
Allgemein steht es einem frei wann man geht, jedoch geht das OP-Programm meist bis mindestens 15:00 Uhr, weshalb ich auch größtenteils bis 15:30 Uhr blieb.
Dinge die ich machen durfte:
+ Monitoring (Pulsoxy, EKG, RR)
+ Präoxygenieren
+ Maskebeatmen, Intubieren (mit LAMA, Endotrachealtubus)
+ Einleiten allgemein (Beatmungsmaschine korrekt einstellen, den Ärzt:innen sagen wieviel man von den jeweiligen Medikamenten geben würde)
+ Arterie stechen
+ Medikamente spiegeln
+ Aufrechterhaltung der Narkose
+ manchmal Extubieren
+ andere invasive Arbeiten, wenn man Initiative zeigt :)
+ Übergabe ...
Positiv fand ich auch, dass sich die Personalunterkunft in 10-15 Gehminuten vom KH weg befand. Sie ist zwar ein bissi aus den Jahren gekommen aber sauber und freundlich.
Contra:
- Die Kommunikation im letzten halben Jahr mit der Personalabteilung hat sich als sehr schwierig gestaltet. Im August (also knapp 2 Monate im Vorhinein) habe ich der Personalabteilung geschrieben, ob noch etwaige Docs benötigt werden. Lange Zeit habe ich keine Rückmeldung bekommen, auch nach mehrmaligem Anrufen dort, war telefonisch niemand erreichbar. 2 Wochen vor Beginn, bekam ich jedoch eine Rückmeldung, mit der Bitte einige Dokumente doch noch einzureichen (Impfnachweis etc.), was in so einem kurzen Zeitraum allerdings relativ schwierig war. Weiters bekam ich kaum Infos dazu, wo ich am ersten Tag erscheinen solle, und es gab mehrere Probleme auch mit meinem Dienstvertrag.
- Fortbildungen gab es meist mehrmals pro Woche, jedoch waren diese nur für KPJtler im Inneren-Modul Pflicht, was zu Beginn allerdings so kommuniziert wurde, dass sie für ALLE Pflicht sind. Falls man diese Fortbildungen/Unterricht besuchen möchte (da der Großteil schon sehr interessant ist), muss man die anderen KPJtler fragen, da man sonst vom Haus kaum Infos dazu bekommt.
Allgemein hat mir mein KPJ-Modul auf der Anästhesie in Wels gut gefallen da es auch sehr lehrreich war! Wenn man motiviert ist, darf man bei den meisten Anästhesist:innen sehr viel machen. :) Ein perfekter Einstieg ins KPJ!
Bewerbung
Ich habe mich 1 Jahr und 9 Monate im Vorhinein beworben; muss man aber in der Regel nicht, ein Kollege hat sich kurzfristig 2 Monate davor beworben und einen Platz bekommen (ich denke 1 Jahr davor sollte reichen)