Notaufnahme, Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, OP
Heimatuni
Jena
Kommentar
Mein Tertial in der Urologie am Vivantes Klinikum am Urban war insgesamt eine sehr positive Erfahrung. Das Team war großartig – es herrschte ein durchweg freundlicher, respektvoller Umgang auf Augenhöhe und man hat sich als PJler wirklich wertgeschätzt und als Teil des Teams gefühlt.
Die Oberärzt:innen waren stets zuwandt und hilfsbereit, und selbst die Chefärzte zeigten sich offen, interessiert und ansprechbar. Man wurde als PJler aktiv ins Team eingebunden und durfte auf Station weit mehr als nur Blut abnehmen: eigene Patienten betreuen, Briefe schreiben, Wundkontrollen durchführen, Sonografien begleiten, Rehaanträge vorbereiten oder HEXVIX applizieren.
Die Einsatzplanung war sehr flexibel – man konnte zwischen Station, OP, Endourologie, Ambulanz, Aufnahme oder ZNA rotieren. Es gab einen Studientag pro Woche (man musste sich nur mit dem 2. PJler absprechen) und eine Aufwandsentschädigung von 465 €, mit der Möglichkeit, durch Rehaanträge zusätzlich etwas zu verdienen (knapp 30 Euro pro Stück, was sich wirklich aufsummiert hat). Im OP durfte man regelmäßig assistieren – teils fest eingeteilt – und bekam Einblicke in ein breites Spektrum urologischer Eingriffe: von kleineren Probenexzisionen und Orchektomien bis hin zu größeren Prostata-, Nieren- und Blasenoperationen sowie rekonstruktiven Eingriffen (Penisprothesen etc.).
Besonders positiv hervorzuheben ist die hervorragende Organisation und Betreuung durch Frau Mugan, die sich bei allen Anliegen zuverlässig und engagiert um die PJ-Studierenden kümmerte. Arbeitskleidung wurde gestellt, und die Stimmung im gesamten Haus und Team (ärztlich und nicht-ärztlich) war ausgesprochen gut.
Kritisch anzumerken sind lediglich die wenigen Fortbildungen (fielen öfters aus), das nicht gestellte Mittagessen (zudem recht teuer und kleine Portionen) sowie die vergleichsweise geringe Vergütung (für Berlin wiederum sehr gut). Außerdem hing die Einbindung im Alltag etwas von der Eigeninitiative ab – wer aktiv mitarbeiten wollte, wurde aber immer freundlich unterstützt.
Fazit:
Ich kann das PJ in der Urologie am Vivantes Klinikum am Urban uneingeschränkt empfehlen. Das Team ist engagiert, kollegial und fachlich stark, die Arbeitsatmosphäre hervorragend. Ich habe mich dort jederzeit gut aufgehoben gefühlt und konnte viel lernen. Das Haus mag von außen bedrückend wirken, doch von innen überzeugt es durch Menschlichkeit, Kompetenz und ein echtes Miteinander. Man lernt das Urban über die Zeit wirklich lieben - einfach ein Vibe!
PS: Das Urban hat eine richtig coole Dachterasse im 9. Stockwerk, wo es im Sommer alle 2 Wochen freitags ne Bar für Mitarbeiter als Post-Work-Event gibt. Das war auf jeden fall eines meiner Highlights in der ganzen Zeit! :))