PJ-Tertial Chirurgie in Kreiskrankenhaus Erding (1/2024 bis 4/2024)

Station(en)
Notaufnahme, Viszeralchirurgie, Unfallchirugie
Einsatzbereiche
Station, OP, Notaufnahme
Heimatuni
Regensburg
Kommentar
Ich habe mein PJ am 2.1. begonnen, zu diesem Zeitpunkt waren sowohl der chirurgische PJ Betreuer, als auch die zuständige Dame der Personalabteilung im Urlaub, daher musste ich mich um alles selber kümmern. Von anderen PJlern habe ich gehört, dass es normalerweise allerdings sehr gut organisiert ist und es eine gute Einführung am ersten Tag gibt. Insgesamt gibt es vier PJ Plätze in der Chirurgie, wir waren allerdings immer maximal zu zweit und konnten uns daher selber absprechen wann wir wohin rotieren wollen.
Ich habe auf eigenen Wunsch in der Notaufnahme begonnen. Dort habe ich mich im Team sehr wohl gefühlt und durfte viel Anamnese und klinische Untersuchung machen, habe viel Zugänge gelegt und Platzwunden genäht, Sono geübt und durfte immer zu allen interessanten Fällen mitgehen. Ich musste dort erst gegen 8:30 Uhr anfangen und der Dienst ging immer bis zur Übergabe um 15:45 Uhr. Leider haben mittlerweile einzige der PA und Ärzte gekündigt, sodass ich nicht sagen kann, wie es mit dem Team dort weitergeht.
Anschließend bin ich in die Viszeralchirurgie rotiert. Ich hatte sehr viel Respekt vor dem OP, da ich in der Vergangenheit öfter Kreislaufprobleme durch das lange Stehen hatte, das war aber für das Team gar kein Problem und dadurch hat es dann auch super geklappt. Die meisten Operationen sind eher kurz, es werden vor allem Cholezystektomien, Appendektomien und Hernien-Ops gemacht. Ab und zu gibt es jedoch auch größere Tumor-Operationen, bei denen der Chefarzt mich dann auch immer mit an den Tisch genommen hat, sodass ich alles sehen und tasten durfte und auch viel erklärt bekommen habe. Generell fragt der Chefarzt einen sehr gerne Anatomie ab, gibt sich jedoch auch viel Mühe etwas zu erklären und macht bei mehreren Studenten auch hin und wieder separat Unterricht nach der Frühbesprechung. Man konnte sich meistens aussuchen, ob man auf Station bleiben oder in den OP gehen wollte. Je nach Besetzung wurde man im OP zum assistieren gebraucht, oft hat man jedoch auch nur zuschauen können. Die Frühbesprechung beginnt hier um 7:30 Uhr, gehen durfte ich meistens zwischen 14-15:30 Uhr.
Meine letzte Rotation war dann die Unfallchirurgie. Beginn der Frühbesprechung war hier auch 7:30 Uhr, Ende der OPs und damit Feierabend meist zwischen 15-16:30 Uhr. Nach den Vorherigen Bewertungen hier hatte ich etwas Respekt davor, was aber im Nachhinein komplett unbegründet war. Das Team war wirklich super nett, und da zur gleichen Zeit einige neue Assistenzärzte auf Station eingearbeitet wurden, durfte ich jeden Tag mit den Oberärzten in den OP. Mir wurde während der OPs super viel erklärt un ich konnte alles fragen ohne blöd angemacht zu werden. Gegenüber der Anästhesie oder auch teils der OP Pflege war die Zündschnur teils etwas kurz, mir gegenüber waren jedoch immer alle sehr nett und insgesamt war die Stimmung im OP meist sehr gut. Zeit zum Mittagessen in der Mensa blieb normalerweise nicht, allerdings gibt es in der OP Küche immer Suppe und Semmeln für alle.
In der Gefäßchirurgie war nicht, dazu kann ich leider nichts sagen, generell kann man dort aber auch hinrotieren.
Insgesamt gibt es ab und zu PJ-Unterricht der Internisten, zu dem man aber immer gerne gehen darf. Das Mittagessen ist kostenlos und auch wenn man Dienste mitmachen möchte, kann man sich wohl Abendessen vorbestellen. Man bekommt eine kostenlose Parkkarte und es wird sich nach Abschluss an den Fahrtkosten beteiligt.
Ich habe dort nach einigem hin und her einen Platz im Wohnheim bekommen, dieses war jedoch für meine Begriffe sehr alt und schäbig, es gab keinerlei Ausstattung wie Duschvorhang, Mülleimer etc., was mir vorher jedoch nicht gesagt wurde. Jeder hat sein eigenes Bad und eine kleine Kochecke, dadurch hat man auch keinen Kontakt zu den anderen Bewohnern gehabt. Vorteilhaft ist der niedrige Mietpreis (bei mir 140€ im Monat) und die direkte Nähe zum Klinikum.
Bewerbung
Ãœber das PJ-Portal
Unterricht
Kein Unterricht
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Unterkunft gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
300
Gebühren in EUR
140€ Miete für Wohnheimszimmer

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
3
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.87