PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Krankenhaus Brixen (5/2022 bis 7/2022)

Station(en)
Chirurgie
Einsatzbereiche
OP, Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich bin eher zufällig in Brixen gelandet. Ich war für mein Chirurgie-Tertial auf der Suche nach einem kleinen Haus mit eher allgemeiner Chirurgie in einer schönen Gegend. In dieser Hinsicht war Brixen also die perfekte Wahl!

Ein typischer Arbeitstag sah ungefähr wie folgt aus:
- 7.40 Uhr Morgenbesprechung
- 8 Uhr Visite
- 9 - 12 Uhr Stationsarbeit/Ambulanz/OP
- 12 - 13 Uhr Mittagspause (das Essen ist für PJler*innen kostenlos und hervorragend!)
- 13 - 15 Uhr Besprechungen/Ambulanz/Endoskopie
- 15 - 16 Uhr Visite

Montags wurde immer ein Plan ausgeteilt, der die Wocheneinteilung für alle Mitarbeitenden der Station festlegt. Leider waren wir zeitweise relativ viele PJler*innen, sodass es wenig zu tun gab, was man aber gut zum Durchsprechen von Fällen, für selbst organisierte Kurse oder einen Kaffee auf der Klinikterrasse nutzen konnte. Festen PJ-Unterricht gab es nicht, dafür haben sich die Ärzt*innen häufiger mal die Zeit genommen, um uns Krankheitsbilder zu erklären. "Typische" PJ-Aufgaben wie Blutentnahmen, Viggos legen, Botengänge und Aufnahmen entfallen komplett. Im OP war man gerne gesehen und durfte von 1. Assistenz bis Nähen viel übernehmen. In der zweiten Hälfte des Tertials rotiert man in die Unfallchirurgie oder zurück an die Heimatuni. Südtirol ist natürlich keine günstige Gegend und die Wohnungssuche schwierig, aber mit Erasmus+-Förderung ist es durchaus machbar.

Insgesamt kann ich das Tertial vor allem Leuten empfehlen, die wenig chirurgische Vorerfahrung mitbringen und trotzdem einiges lernen wollen. Im OP sieht man grundlegende Krankheitsbilder und Eingriffe (Leistenhernien, Cholezystektomie, Hemikolektomie, Thyreoidektomie, ambulante OPs,...), die für den Einstieg in die Chirurgie sehr angenehm sind. Das Team ist klein und unfassbar nett, sodass man schnell integriert ist und sich immer und überall willkommen fühlt. Ein bisschen Italienisch zu können ist von Vorteil, man kommt aber auch so gut durch das Tertial.
Bewerbung
6 Monate vorher ganz unkompliziert über Frau Weitlaner. Um sicher einen Platz zu bekommen, sollte man aber mindestens 1-2 Jahre vor PJ-Beginn anfragen.
Erasmus+ zu beantragen lohnt sich auch!
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Prüfungsvorbereitung
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
3
Betreuung
2
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.87