PJ-Tertial Unfallchirurgie in Robert Koch Krankenhaus Apolda (9/2017 bis 12/2017)

Station(en)
Trauma 1 und 2
Einsatzbereiche
OP, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme
Heimatuni
Jena
Kommentar
Hatte mein Tertial gesplittet, der zweite Teil fand dann in der Trauma statt und war deutlich besser als in der Allgemeinchirurgie:
+gute ärztliche Betreuung: neben CA und Oberärzten waren 2 StationsärztInenn & 3 StationsärztInnen für einen (wirklich be Fragen) da - man betreutre zwar als PJler zwei Stationen, aber die Patientenzahlen hielten sich in Grenzen.
-Wegen hohem Krankenstand des Pflegepersonals war die Zusammenarbeit mit den gestressten Pflegern/KS aber zuweilen schwierig.
+zwei Visiten am Tag: früh - gesamte Station; Tagesende - Zugänge für morgen und OPs von heute
-kein wirklich gemeinsames, noch interprofessionelles Mittagessen: jede Profession kocht sein eigenes Süppchen (auch sonst Kommunikation gelegentlich im Team schwierig)
+Frühbesprechung mit Röngenbildern, man kann auch Fragen stellen und bekommt diese zufriedenstellend beantwortet
-PJ-Seminare: fallen häufig aus, geplant 1x/Woche -> Über Tertial bestimmt 1/3 ausgefallen
+OP: habe beim Assistieren viel gelernt, da einem Anatomie, etc. gezeigt und erklärt wird. Durfte gegen Ende des Tertials als Operateur selber ran, ein OA war Assistent
-man kommt nicht jeden Tag in den OP, häufig wird man mit anderem Kram auf Station beschäftigt (Mo & Do: gesammelte Blutabnahmetage, wo bei fast allen Pat. der beiden Stationen Blut abgenommen wird -> da ist man paar Stunden beschäftigt, dazu Aufnahmen, Rehaanträge -> Tag geht schnell rum
+Dienste in der Notaufnahme: hier lernt man am meisten, macht Spaß. Meiste Pat sind traumatologisch - die ZNA wird aber vom Dienstarzt aber für beide Kliniken besetzt. Kann also sein, dass Vizeralchirurg einen Knochenbruch, der Traumatologe eine Appendizitis erstversorgen muss
-Blutabnahmesets: veraltet und aus arbeitsmedizinischer Sicht Stand von vor paar Jahren: Butterflies, die erst zusammengesteckt werden müssen und keine Schutzkappe für die Nadel zum Sichern haben, die "Direktabnahme-Dinger" sind äußerst unpraktisch und für Anfänger auch nicht geeignet
+Gespräche mit MentorIn + Chefarzt zu Beginn und am Ende des Tertials, mit Hinweis auf das Logbuch & das man auch gerne in anderen Fachrichtungen (z.B. Anästhesisten) hospitieren kann, um zB Regionalanästhesie-Verfahren kennen zu lernen.
+War so bei den Gynäkologen bei einer Sectio-Geburt von Zwillingen, bei einen ganztägigen Fortbildung der Gynäkologen, bei einer präoperativen Regionalanästhesie-Anlage (Knie: Schlittenprothese unter Femoralis-Block)
+jeden Freitag finden Trauma-interne Fortbildungen statt, durfte auch einen Vortrag halten: super!
Insgesamt gesehen hat es mir sogar Spaß gemacht, hier in der Trauma das Tertial zu absolvieren - obwohl ich auch schon zu Beginn nicht verheimlicht habe, dass ich lieber Hausarzt werden möchte. Einige Baustellen hat die Trauma aber noch: Interprofessionalität, Entspannung der pflegerischen Belastungssituation allen voran. Fürs PJ ist die Trauma aber eine gute Lehrklinik und so auch zu empfehlen.
Bewerbung
Habe während meines Tertials gewünscht, von der AVG-Chirurgie in die Trauma zu wechseln - hat problemlos geklappt.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Blut abnehmen
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Rehas anmelden
Untersuchungen anmelden
Chirurgische Wundversorgung
Notaufnahme
Gipsanlage
Röntgenbesprechung
Braunülen legen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
370 + Reha-Anträge

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
3
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.67