PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Helios Klinikum Schleswig (12/2025 bis 4/2026)

Station(en)
Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Gefäßchirurgie
Einsatzbereiche
Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, OP, Notaufnahme
Heimatuni
Ulm
Kommentar
Ich hätte nie gedacht das diese Worte mal aus meinem Mund kommen würden, aber das Chirurgie Tertial in Schleswig war mit Abstand das Tertial, welches mir am meisten Spaß gemacht hat und ich bin jeden Tag gerne zur Arbeit gegangen.
Disclaimer: Ich habe mich sehr gut mit den anderen Pjlern verstanden und wir waren generell eine kommunikative Truppe die sich mit allen gut verstanden hat. Sei es im OP mit den OTAs, den MFAs und der Pflege, oder in der Notaufnahme. Es ist also super wichtig das man für ein gutes Tertial ein bisschen aus sich herauskommt. Das ist mir in Schleswig aber auch deutlich einfacher gefallen als in meinem 1. und 2. Tertial.
Das ist natürlich sehr subjektiv und jeder wird ein bisschen andere Erfahrungen machen.

Meiner Meinung nach wird man gut integriert in das ärztliche Team integriert und ich habe mich für meine Hilfe immer wertgeschätzt gefühlt. Der Chef der Unfallchirurgie ist sich außerdem nie zu schade jedes Mal aufs neue einem für die Unterstützung zu danken.
Die drei chirurgischen Disziplinen unterschieden sich ein wenig. Die Gefäßchirurgie ist das kleinste Team und nicht wirklich auf Hilfe der Pjler angewiesen. Man kann aber jeder Zeit mit in den OP oder hilft in der Notaufnahme aus wenn es auf Station nichts zu gibt (was meistens der Fall ist). In der Unfallchirurgie wird man oft im OP gebraucht und eingebunden, wird deswegen aber auch am meisten wertgeschätzt hatte ich das Gefühl. Die Allgemeinchirugie sitzt zwischen der Gefäß-und Unfallchirurgie.
Ein Highlight des Tertial in Schleswig ist definitiv die Möglichkeit Dienste zu machen und sich dafür Ausgleichstage zu erarbeiten. Man kann am Wochenende einen Dienst von 8 - 20 Uhr machen und erhält dafür 2 freie Tage, oder unter der Woche bis 20 Uhr bleiben und dafür 1 freien Tag bekommen.
Die meiner Meinung nach aber mit Abstand beste Erfahrung war die Einführung der ZNA Rotation in unserem Tertial. Nichts hat mir persönlich so viel in meinem PJ gebracht und Spaß gemacht wie in der chirurgischen (meist unfallchirurgisch) Notaufnahme zu arbeiten und auszuhelfen.
Wenn im OP keine Hilfe gebraucht wurde, oder es auf Station nichts zu machen gab sind wir immer runter in die ZNA gegangen und haben dort den Ärzten und unserem Pjler ausgeholfen. Wenn es viel zu tun gab waren alle dankbar für die Unterstützung und wenn es nichts zu tun gab konnte man zusammen Kaffee trinken und quatschen. Ich persönlich habe das eigenständige Arbeiten am Patienten in der ZNA zum ersten Mal so wirklich geübt und gelernt und das gibt einem unglaublich viel Selbstvertrauen. Das ist wahrscheinlich das Wichtigste was ich aus meinem gesamten PJ mitgenommen habe.
Auch positiv ist, dass man fast jeden Tag aus irgendeinem Fach PJ Unterricht bekommt wenn man möchte und sich ans Telefon hängt.
Kostenloses Mitagessen und Lunch Paket definitiv auch großer Pluspunkt.
Ich persönlich habe nicht im Wohnheim gewohnt. Es war laut den Pjlern die dort gewohnt haben wohl , aber man muss seine Erwartungen sehr runterschrauben.
Schleswig als Stadt ist sehr unspektakulär, die Region hat im Sommer aber sehr viel zu bieten und wäre mein präferierter Zeitraum wenn ich das Tertial hier nochmal wählen müsste.

Abschließend kann ich nur sagen das sich in Schleswig wirklich Gedanken um die Pjler und die Lehre gemacht wird und die meisten hier Interessiert daran sind, dass man eine gute Zeit hat und was lernt.
Ich denke, dass das Tertial hier für jeden, egal ob man Chirurgie machen möchte oder damit nicht so viel am Hut hat, eine gute Entscheidung ist. Ich zum Beispiel hatte eigentlich gar kein Bock auch Chirurgie und am Ende war es wie gesagt das beste Tertial. Man sollte sich also immer überraschen lassen ;)
Unterricht
5x / Woche
Inhalte
Nahtkurs
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Tätigkeiten
Blut abnehmen
Eigene Patienten betreuen
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Braunülen legen
Mitoperieren
Chirurgische Wundversorgung
Patienten aufnehmen
Röntgenbesprechung
Untersuchungen anmelden
Briefe schreiben
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Unterkunft gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
420

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1