PJ-Tertial Neurologie in Charite Campus Virchow (12/2025 bis 4/2026)

Station(en)
Neurologie
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Es gibt eine neurologische Normalstation (Station 7) mit drei ärztlichen Teams sowie eine Neuropalliativstation. Ich habe erst in das Team 7c (neurodegenerativer Schwerpunkt + Epilepsie) und dann ins Team 7b (Stroke) rotiert. Zusätzlich war eine zweiwöchige Rotation ins Akutmodul (Rettungsstelle / Funktionsdiagnostik / Sprechstunde) möglich.

Auf Normalstation beginnt der Tag um 8 Uhr mit Blutentnahmen. Während meines Tertials waren relativ viele PJ-Studierende gleichzeitig da, sodass es maximal 1h gedauert hat (eher weniger). Montags, mittwochs und freitags findet um 8:30 Uhr einen Röntgen-Demo statt. Donnerstags findet um 8:30 eine Fortbildung für alle Ärzt*innen statt. Die Teilnahme von PJ-Studierenden ist sowohl bei der Röntgen-Demo als auch bei der Donnerstags-Fortbildung sehr erwünscht. Falls die morgendlichen Blutentnahmen noch nicht gänzlich erfolgt sind, können sie einfach nach den Veranstaltungen weitergemacht werden. Man lernt bei beiden Veranstaltungen sehr viel, insbesondere wenn in der Röntgen-Demo die Patient*innen vorgestellt werden, die man klinisch mitbetreut.

Dienstags und Donnerstags findet anschließend die oberärztliche Visite statt (dauert ungefähr 2h, je nach OA/OÄ und Anzahl der Patient*innen). Die meisten Oberärzt*innen binden die PJ-Studierenden in die Visite ein, indem sie während der Visite aktiv Lehre machen beziehungsweise man seine eigenen Patient*innen vorstellt und mit den OÄ bespricht.

Alternativ finden vormittags Aufnahmen und Lumbalpunktionen statt. Direkt ab der 1. Woche kann man Patient*innen selbst übernehmen (Von Aufnahmeuntersuchung über Anmelden von Konsilen/Bildgebung bis Brief schreiben). In der Regel habe ich ein 1-3 Patient*innen gleichzeitig mutbetreut. Alles findet in enger Absprache mit den Assistenzärztin*innen statt.

Im Team C habe ich hauptsächlich Patient*innen mit atypischen Parkinson-Syndrom, erstmaligem epileptischen Anfall oder ALS mitbetreut. Hier konnte man gelegentlich auch eine Lumbalpunktion unter direkter Supervision durchführen. Im Team B sieht man hauptsächlich Strokes. Hier passieren sehr wenige Lumbalpunktionen.

Dienstags und Donnerstags gibt es um 14:06 eine kurze Besprechung, an der das gesamte neurologische Team teilnimmt (Pflege bis ärztlicher Standortleiter). Akute Probleme werden hier niedrigschwellig angesprochen. Es ist durchaus sinnvoll hinzugehen, wenn man nicht gerade anderweitig akut eingebunden ist. Man lernt hier das gesamte Team besser kennen.

Nachmittags setzt man dann die Sachen um, die bei der oberärztlichen Visite besprochen wurden beziehungsweise macht die Aufnahmen/Lumbalpunktionen, die vormittags noch nicht gemacht wurden oder schreibt Arztbriefe.

1x/ Woche (donnerstags) findet PJ Unterricht statt. Dieser ist abwechselnd am CVK und am CCM. Hierbei stellen Assistent*innen ein Thema vor (meistens eigener Forschungsschwerpunkt). Ich fand den Unterricht sehr gut.

1x/ Monat gibt es noch Fallvorstellungen, bei denen Standortleiter selbst die Patient*innen vor dem gesamten ärztlichen Team anamnestiziert und untersucht. Das ist sehr lehrreich.

1x/Monat findet ein Journal Club statt, bei dem PJ-Studierende auch dabei sein können.

Im Akutmodul kann man entweder in die Rettungsstelle (Chirurgisch oder internistisch) gehen, Konsile mitbearbeiten, Funktionsdiagnostik anschauen oder sich mit die Sprechstunden setzen. Ich fand die Rettungsstellen sehr spannend. "Einfachere" Fälle kann man hier zuerst alleine anschauen und beurteilen und dann zusammen mit den Assistenzärzt*innen die weitere Behandlung planen. Bei Stroke-Alarmen, Koma-Alarmen oder Aorten-Alarmen darf man auch immer mitlaufen.

Das gesamte Team ist ultra sympathisch. Die Assistent*innen sind motiviert, einem was beizubringen. Die Mittagspause verbringt man mit dem ärztlichen Team, dem man aktuell zugeteilt ist - war immer sehr nett.

Negativ war wenig. Gelegentlich hat man nicht-ärztliche Botengänge gemacht (Patient*innen zum CT bringen oder aus der Funktionsdiagnostik abholen, aber das war sehr überschaubar – vielleicht 6x im gesamten Tertial). Man bekommt leider keine Kasacks gestellt, nur Kittel und weiße Hose (beides 2x), was man zu Öffnungszeiten der Wäscherei nach Bedarf tauschen kann. Aus Hygienegründen hätte ich beim Blutabnehmen und bei Lumbalpunktionen Kasackoberteile statt langärmligen Kittel bevorzugt.

Insgesamt war das Tertial wirklich super, sowohl auf menschlicher, als auch auf fachlicher Ebene. Wenn man sich selbst ins Team einbringt, kann man sehr viel lernen. Es gibt wirklich viele Fortbildungsmöglichkeiten (PJ-Fortbildung/Donnerstagsfortbildung/Röntgen-Demo/oberärztliche Visite....) und man sieht klinisch sehr viele verschiedene Krankheitsbilder (natürlich die häufigsten, aber auch ein paar seltenere)
Bewerbung
PJ Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Patienten aufnehmen
Röntgenbesprechung
Untersuchungen anmelden
EKGs
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Punktionen
Notaufnahme
Eigene Patienten betreuen
Blut abnehmen
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
-
Gebühren in EUR
-

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07