PJ-Tertial Chirurgie in Spital Maennedorf (12/2025 bis 3/2026)

Station(en)
Viszeralchirurgie, Orthopädie
Einsatzbereiche
OP, Station, Notaufnahme
Heimatuni
Marburg
Kommentar
Der Arbeitstag begann morgens um 7:30 Uhr mit einem Morgenrapport. Anschließend ging es meist mit dem kompletten Team ins Restaurant für ein warmes, kostenloses Getränk. Danach begab sich jeder in seinen Bereich für den Tag. Dienstende war meist gegen 17 Uhr.
Als UA erfolgt die Einteilung meist wöchentlich auf dem Notfall, Station (Orthopädie oder Viszeral) oder im OP (meist als erste Assistenz).

- Stationsdienst:
>hier läuft man morgens meist auf Visite mit, dokumentiert diese und kann je nach Arzt die Visite auch selbst führen
>die Viszi-Visite wird immer von einem Leitenden Arzt begleitet, sodass auch für Teaching von sowohl AAs als auch UAs gesorgt ist
>für den Rest des Tages ist man mit den Eintritten der Patienten beschäftigt, dokumentiert dabei Diagnosen, Allergien, REA-Status, Medikamente, Epikrise, Prozedere und je nach Anweisung auch weiteres
>Bei Einteilung auf Station kann es häufig passieren, dass man für den OP "abgezogen" wird und dann eher weniger von der Stationsarbeit mitbekommt. So ist es je nach personeller Situation teilweise nicht möglich, eigenständig Patienten zu übernehmen.

- Notfall:
>hier ist man im Früh- (7:30-17:00), Zwischen- (11:00-19:00) oder Spätdienst (14:00-22:00) eingeteilt, wird anfangs für einige Tage von anderen UAs oder AAs eingearbeitet und kann anschliessend eigenständig arbeiten, Patienten übernehmen, Untersuchungen anmelden, Sono selbst durchführen und Therapieplanungen vorschlagen
>Dokumentation und Berichterstellung machen die UAs komplett eigenständig
>der jeweilige AA steht immer parat, um Patienten zu besprechen, zudem ist der Leitende Arzt auch überwiegend ansprechbar
>UAs übernehmen die Wundversorgung meist eigenständig, sodass hier Skills wie Lokalanästhesie und Wundnaht super trainiert werden können
>hier war die Lernkurve am größten und es hat sehr viel Spaß gemacht

- OP:
>meist Zuteilung als 1. Assistenz, in der Orthopädie häufiger auch 2. oder 3.
>die Stimmung im Saal ist immer total gut, gutes Teaching während der Operationen, es können jederzeit Fragen gestellt werden
>abhängig vom Operateur können einzelne Schritte auch eigenständig übernommen werden, von Hautnaht über Kamera-Führung, Absetzen des Appendix bis zu vollständigem Einsatz eines TFNAs kann alles dabei sein.

-Wochenenddienst:
>Einteilung im Zwischendienst auf dem Notfall inklusive Pikettdienst, für den man ab 8 Uhr morgens bis zum nächsten Tag in Operationen gerufen werden kann, dies kommt allerdings (wenn überhaupt) nur vormittags gegen 9 Uhr vor und sonst je nach Situation tagsüber, nachts eigentlich gar nicht
> für den Dienst am Wochenende erhält man einen Kompensationstag in der Woche davor oder danach

Fortbildungen/ Veranstaltungen:
- jeden Dienstag: Indikationsbesprechung mit einem Leitenden Arzt für etwa 45min., in der mit AAs und UAs Operationen besprochen, Patientenfälle aufgearbeitet und einzelne Diagnosen im Detail geklärt werden.
- jeden Mittwoch: Abteilungsfortbildung der Chirurgie im Anschluss an den Morgenrapport sowie Tumorboard ab 16:15 Uhr
- jeden Donnerstag: Journal Club im Anschluss an den Morgenrapport sowie eine Interdisziplinäre Fortbildung ab 16:15 Uhr

-freitags: Apero mit Drinks und Snacks, wenn ein UA diesen organisiert

Unterkunft:
- wird für 100CHF im Monat vom Spital gestellt und ist in 3min fußläufig erreichbar
- kleines Zimmer mit Bett, Schreibtisch, Schrank, Waschbecken
- Küche, WC, Dusche, Waschmaschine, Trockner werden gemeinschaftlich genutzt
- jeder Bewohner hat sein eigenes Abteil im Kühl- sowie Gefrierschrank, zudem besteht die Möglichkeit im Keller in einem größeren Schließfach Koffer oder anderes einzuschließen, auch auf dem Flur gibt es ein Schließfach für jeden Bewohner
- Tipp: Zimmer im 2. OG mit Blick auf den Zürichsee anfragen, sonst fallen 50CHF für den Wechsel eines Zimmers an

Essen:
- für 5CHF darf man sich am täglichen Buffet bedienen uns sich so viel auf den Teller legen, wie man möchte

Freizeit:
- es besteht die Möglichkeit, E-Bikes oder ein Spital-Boot am See auszuleihen
- viele Mitarbeiter-Rabatte verfügbar
- pro Monat stehen einem 2 Urlaubstage zur Verfügung, die man sich auch gesammelt in einer Woche nehmen kann, je nach personeller UA-Situation


Fazit:
Jedem Chirurgie-Interessierten kann ich das Tertial im Spital Männedorf sehr empfehlen. Das eigenständige Arbeiten auf dem Notfall, die regelmäßige Assistenz im OP und die Stationsarbeit sind eine sehr gute Vorbereitung auf die spätere Tätigkeit. Zudem ist das komplette Team super, bei Fragen immer sehr hilfsbereit und bei Missständen (bspw. im OP) werden sofort bestimmte Maßnahmen eingeleitet. Letztendlich kann man sich regelmäßiges Feedback von AAs, OAs und LAs einholen, was zur stetigen Verbesserungen beiträgt. Die Bedingungen mit der Unterkunft und dem Essen im Restaurant sind fantastisch.
Bewerbung
Meine Anfrage für die Unterassistenz erfolgte knapp 2 Jahre im Voraus. Weil häufig aber auch Unterassistenten abspringen, kann sich kurzfristig immer mal was ergeben.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Mitoperieren
Röntgenbesprechung
Untersuchungen anmelden
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Unterkunft gestellt
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
ca. 1000€
Gebühren in EUR
ca. 55€ für die Äquivalenzbescheinigung der Universität Zürich

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1