Kurzfazit: Klare Empfehlung! Man verbringt in Agatharied ein wirklich lehrreiches PJ in einer sehr angenehmen Atmosphäre.
Die großen Schwerpunkte in der Inneren sind Kardiologie, Gastroenterologie, Geriatrie sowie Notfall- und Intensivmedizin. Aber auch die Hämatologie/Onkologie ist vertreten und ein bisschen Pneumologie ist auch dabei. (Andere Bereiche wie z.B. Nephrologie, Endokrinologie, Rheumatologie oder andere Spezialisierungen gibt es hier nicht).
Man rotiert i.d.R. durch alle o.g. Bereiche, so bekommt man einen breiten Einblick in die Innere Medizin. Der PJ-Betreuer ist sehr bemüht, persönliche Interessen bzgl. der Rotation oder Anliegen zu berücksichtigen und insgesamt hinsichtlich der Organisation und Lehre sehr engagiert. Zudem gibt es zahlreiche Zusatzangebote wie „Schnupper-Tage“ in der Radiologie, Physiotherapie, Labormedizin, Logopäde etc.
Besonders hervorzuheben ist das tolle Team in der Inneren, in das man als Pjler*in wertschätzend integriert wird. So fühlt man sich an den Abläufen auf Station und an der Behandlung gut beteiligt und hat auch die Möglichkeit, eigene Patientinnen und Patienten zu betreuen.
Natürlich gibt es Tage im PJ, an denen auf Station nicht so viel los ist, aber man kann jederzeit in die Funktionsbereiche wie Herzkatheter, EPU, Sono, Herzecho, Gastro, Colo usw gehen. Dort war man immer willkommen und es wurde viel dazu erklärt.
Für die BEs gibt es i.d.R. BE-Personal, aber phasenweise (je nach Personalsituation) muss man das als Pjler*in auch mal selber machen.
In unserem Tertial waren 3 Dienste an einem Wochenende verpflichtend. Da ist man für die BEs und Kanülen auf allen internistischen Stationen zuständig. Für die geleisteten BE-Dienste bekommt man entsprechend freie Tage.
Fortbildungen: Neben der täglichen Röntgendemo, in der man viel mitnehmen kann, gibt es meistens mehrere Fortbildungen in der Woche, die alle immer lehrreich waren: Montag Medizinrecht, Dienstag Innere (oder andere Fächer), Donnerstag Chirurgie und unregelmäßig freitags Anästhesie.
Die Organisation vorab und während des laufenden Tertials war absolut reibungslos. Zum ersten Tag waren Schlüssel, Spind, Mitarbeiterkarte und ein persönliches Telefon schon vorbereitet. Auch den PC-Zugang hat man innerhalb der ersten Tage erhalten.
Das Essen, welches hervorragend ist, ist aktuell für Pjler*innen wieder kostenlos. (Zwischenzeitlich war es mal kostenpflichtig).
Bzgl. Anfahrt: Pendeln ist überhaupt kein Problem, der Dienstbeginn in der Inneren ist spät genug und der Zug ist überwiegend zuverlässig.
Wer eine Unterkunft vor Ort will, sollte sich weit (!) im Voraus darum kümmern, da die Plätze begrenzt sind.
Also insgesamt ein spannendes, teilweise intensives, trotzdem kurzweiliges Tertial, in dem man viel sieht und lernt, viel selber machen darf und zudem ein breites Fortbildungsangebot wahrnehmen kann und das in einem netten Team in angenehmer Atmosphäre.