PJ-Tertial Unfallchirurgie in Krankenhaus Rummelsberg (11/2025 bis 3/2026)

Station(en)
ROC60
Einsatzbereiche
OP, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Erlangen
Kommentar
Das Chirurgie-Tertial in Rummelsberg verbringt man auf der ROC60, zu meiner Zeit unter der Leitung von Prof. Dr. Stangl.
Die ROC60 ist eine unfallchirurgische Station, die sich größtenteils mit Schulter, Hüfte und Knie befasst.
Insgesamt ist das gesamte Team sehr nett, freut sich über PJler und ist dankbar für die Arbeit, die ihnen dadurch abgenommen wird. Während des Tertials arbeitet man mehr direkt mit den Oberärzten zusammen, als es klassischerweise in Famulaturen mit Assistenzärzten der Fall ist. Es kann jederzeit alles nachgefragt werden und es wird gerne erklärt.
Insgesamt ist Rummelsberg ein sehr familiäres Krankenhaus und alle sind ausgesprochen freundlich. Pflegekräfte und OTAs unterstützen einen jederzeit. Die Blutentnahme erfolgt durch die Pflege.

Tagesablauf:
• Frühbesprechung um 07:20 Uhr (freitags um 06:45 Uhr, dafür mit Fortbildung und Frühstück)
• Oft direkter Gang in den OP zur Lagerung der Patienten oder ggf. Mitlaufen bei der Visite
• Zwischen den OPs wird die Überleitungszeit durch PJler überbrückt, um einen möglichst fließenden OP-Ablauf zu gewährleisten
• Dienstschluss um 15:45 Uhr (ein Teil der Ärzte achtet sehr darauf, dass man als PJler keine Überstunden macht, ein anderer Teil eher weniger. Ich habe meist gegen 16:00 Uhr gesagt, dass ich gerne von jemand anderem abgelöst werden möchte – das hat in der Regel gut funktioniert)

Aufgaben/Beschäftigung:
• OP (Lagern, Haken halten - mit Glück auch nähen oder bei Metallentfernungen aktiv mithelfen-, Umlagern, Orthesen anlegen)
• Visite mit Verbandswechsel
• Im Alterstraumatologiezentrum: Knochendichtemessungsbögen und „Lachs-Tests“ ausfüllen
• Falls Not am Mann ist: Entlassungsmappen vorbereiten
• Absolut zu empfehlen: BG-Sprechstunde, allgemeine Sprechstunde, Notaufnahme

Rahmenbedingungen:
• Eigenes Telefon
• Eigener PC-Zugang (kann am Anfang ggf. nicht richtig funktionieren – unbedingt in der EDV-Abteilung darum kümmern)
• Schließfach in der Umkleide
• Kostenloses Mittagessen plus ein Getränk (fast immer zeitlich möglich; falls nicht, im OP aktiv einfordern)
• Studentenunterricht: sehr gut, Häufigkeit noch ausbaufähig (bei mir 4× im Tertial)
• Ein Studientag pro Woche (frei wählbar, einfach absprechen)
• Rotation in andere Abteilungen möglich, erfordert jedoch Eigeninitiative (Viszeralchirurgie ist sehr zu empfehlen!)

Fazit:
Für alle, die sich für Unfallchirurgie/Orthopädie interessieren, ist es ein Top-Tertial. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass man fast ausschließlich Unfallchirurgie sieht. Die Tage sind arbeitsintensiv, körperlich anstrengend und früher zu gehen ist selten möglich. Je weniger PJler und Assistenzärzte vor Ort sind, desto mehr Zeit verbringt man im OP mit Haken halten und sieht teilweise eine ganze Woche lang kaum etwas anderes. In Sprechstunden oder in die Notaufnahme schauen war dann gar nicht möglich und wenn man nicht im OP gebraucht wurde, war man mit dem Ausfüllen der Bögen im Alterstraumatologiezentrum beschäftigt. Ab 3 PJlern kann man sich dort aber eine gute Zeit machen, sich die Arbeit aufteilen und sich das im Haus anschauen, was einen am meisten interessiert.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Mitoperieren
Chirurgische Wundversorgung
Briefe schreiben
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
520

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
3
Betreuung
1
Freizeit
3
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.67