ZNA, Station B mit unfallchirurgischer und viszeralchirurgischer Seite
Kurzum: Für alle empfehlenswert – ob mit Hund, Hamster oder Kind.
1. Alle drei Bereiche: steile Lernkurve, wenn man will.
Uns allen ist klar, dass Blutentnahmen und Zugänge dazugehören. Hier aber das Tolle: Dafür gibt es grundsätzlich zuständiges Personal und nicht nur den „klassischen“ PJler. Wenn mal etwas anliegt, wird es natürlich trotzdem gemacht. Man verpasst aber – anders als in anderen Häusern – nicht die Visite und klinkt sich erst nach vier Stunden völlig desorientiert in den Alltag ein.
Briefe zu schreiben gehört zum Stationsalltag und muss erledigt werden. Wenn man aber will (!), kann man in den OP – sei es zum Schnuppern, Hakenhalten oder sogar als 1. Assistenz, je nach eigener Ambition.
Der PJ-Unterricht ist interdisziplinär und dadurch angenehm abwechslungsreich. Man darf sich also auch im chirurgischen PJ noch einmal internistisch fordern – und umgekehrt. Das fand ich sehr positiv.
Zum Thema Arbeits- und Fehlzeiten: Um 07:30 Uhr finden in der Unfallchirurgie und der ZNA die Röntgen- und Morgenbesprechungen statt – lohnt sich! In der Viszeralchirurgie ebenfalls um 07:30 Uhr.
Feierabend ist in der Regel nach den Besprechungen gegen 15:30/15:45 Uhr, je nach Auslastung auch mal früher.
Falls der Hamster Geburtstag hat oder das Kind mal wieder die übliche Kita-Seuche mitbringt, kann man hier offen darüber sprechen. Die Regelungen sind im Vergleich zu anderen Häusern sehr menschlich und es gibt für jedes Problem eine Lösung. Vorarbeit ist möglich, wenn man unter der Woche einmal frei braucht.
Kleiner Tipp: Bevor man in den OP geht, hilft es, sich die Organe und ihre Strukturen grob anzuschauen. Da hier Wert auf Lehre gelegt wird, lohnt sich das.