PJ-Tertial Innere in Marienhospital (12/2025 bis 4/2026)

Station(en)
Angiologie/Diabetologie, Nephrologie, Infektiologie, Allgemeine Innere
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Empfang/Organisation:
Wirklich top, am ersten Tag gibt es eine Einführung durch die PJ-Betreuerin (die sich wirklich toll um die PJler kümmert und immer kurzfristig zu erreichen war!), anschließend wurden wir zur Chefärztin gebracht, die uns dann nochmal durchs Haus geführt und auf die Station gebracht hat. Es gab eine Mappe mit allen benötigten Unterlagen, Zugänge (z.B. zum Patientenverwaltungssystem) waren ab dem ersten Tag freigeschaltet. Die Kleidung gibt es neuerdings durch ein automatisiertes System mit Schleuse, sodass man nur etwas entnehmen kann, wenn man auch vorher Kleidung abgeworfen hat. Das hat in den ersten Wochen öfter mal zu Problemen geführt, gegen Ende des Tertials lief es allerdings relativ reibungslos. Grundsätzlich kann man ein DECT-Telefon aus einem PJler-Pool bekommen, davon gibt es allerdings nicht besonders viele und ich hab es auch nicht wirklich vermisst.

Einsatzgebiete:
Grundsätzlich ist es so vorgesehen, dass man in den 16 Wochen des Tertials zwei Stationen sowie die Notaufnahme (2 Wochen Rotation) durchläuft. Optional ist noch eine Rotation auf die internistische Intensivstation für 1-2 Wochen möglich. Maximal ist man zu zweit als PJler auf Station, in der INA in der Regel einer pro Schicht. Dabei ist man relativ frei, was die Fachrichtung angeht. Solange dort ein Platz "frei" ist, kann man sich die Stationen frei aussuchen. Zur Wahl stehen die Innere I (Kardiologie, Angio, Diabetologie), die Innere 2 (Gastro), die Innere 3 (Hämato-Onko) und die Innere IV (Nephro, Rheuma, Infektio).

Station:
Auf Station wird man voll in die ärztliche Tätigkeit eingebunden. Es ist jeden Tag möglich, bei der Visite mitzulaufen, Patienten mit den AÄ und OÄ zu besprechen und die Dokumentation sowie Diagnostik- und Therapievorschläge zu machen. Mittags gehen bis auf ganz wenige Ausnahmen immer alle gemeinsam essen, danach kann man noch in die Röntgen-Demo, wenn man möchte. Es ist möglich und durchaus gewünscht, als PJler relativ selbstständig eigene Patienten/Zimmer zu "übernehmen" und sich dabei von den AÄ/OÄ über die Schulter schauen zu lassen. Dadurch habe ich wahnsinnig viel und schnell gelernt, sodass ich jedem empfehlen würde, diese Chance zu nutzen! Man kann bei Interesse auch jederzeit in die Funktion (z.B. Herzkatheter, Endo, Dialyse) reinschauen, da sind alle super offen. Auf den meisten Stationen gibt es Blutentnahme-Dienste, sodass das im Tertial kein großes Thema für mich war. Natürlich fällt mal das eine oder andere Labor oder die gelegentliche Viggo an, das hat sich aber sehr im Rahmen gehalten. Man ist definitiv nicht den Hauptteil des Tages damit beschäftigt! In der Regel gab es auf Station einen eigenen PC-Arbeitsplatz. Teilweise musste man sich den mit anderen PJlern oder den PAs teilen, das hat aber ganz gut funktioniert.

Notaufnahme:
Wie gesagt rotiert man planmäßig 2 Wochen in die INA, dabei gibt sich die PJ-Betreuerin große Mühe um alle unterzubringen, sodass man diese Gelegenheit selbst im 3. Tertial auf jeden Fall noch bekommt. Es gibt Frühdienst (06:30-15:00), Mitteldienst (10:00-18:30 Uhr) und Spätdienst (14:00-22:30 Uhr). Teilweise stand man sich während der überschneidenden Zeiten schon ein wenig auf den Füßen, auch weil es begrenzte PC-Plätze gibt. Gerade in der INA muss man meinem Gefühl nach viel Eigeninitiative zeigen, um sich einzubringen. Die Leute sind total nett, aber es ist natürlich oft hektisch und es gibt nicht so wirklich eine "Rolle" für den PJler. Am Anfang wusste ich daher nicht so richtig, wie man am besten helfen kann und bin daher häufig einfach mit- bzw. eher hinterhergelaufen. Sobald man sich ein wenig eingefunden hat und relativ selbstständig Anamnese, KU und Sonos macht, sind die zwei Wochen INA schon wieder vorbei. Vielleicht wäre es gut, wenn intern ein Konzept aufgestellt werden würde, welche Aufgaben standardmäßig von PJlern in der Notaufnahme übernommen werden dürfen und sollen, sodass man direkt in den ersten Tagen diese coole Rotation voll ausschöpfen kann.

Stimmung/Team:
Richtig gut, hab ich bisher selten so erlebt! Alle sind total freundlich und haben wirklich Lust, einem als PJler etwas beizubringen. Man wird komplett in die ärztliche Tätigkeit eingebunden und nicht nur für Blutentnahmen abgestellt. Das gilt auch für die oberärztliche Ebene, man fühlt sich ernst genommen und wird als (zukünftiger) Kollege bzw. Kollegin behandelt. Einer der OÄ hat sich sogar Zeit dafür genommen, jede Woche mit uns (auf freiwilliger Basis) bestimmte internistische Themen im Stil der M3-Prüfung durchzusprechen. Der Kontakt zur Pflege und den MFAs ist mal so, mal so - richtige Katastrophen gab es aber nie.

Unterricht:
Der Unterricht findet in der Regel 3-4x/Woche statt und wird nach einem festgelegten Plan durch alle Fachrichtungen organisiert. Dabei reicht die Qualität je nach Dozent mal von naja bis super gut, grundsätzlich kann man aber viel mitnehmen und ein Ausfall ist eher die Ausnahme als die Regel.

Wohnen & Essen:
Man kann im angrenzenden Wohnheim wohnen, das kostet dann 200€/Monat bzw. den Wohnkostenzuschuss als Teil des PJ-Gehalts. Es gibt wohl Einzelzimmer und WGs, in jedem Fall lohnt es sich aber, frühzeitig anzufragen. Zum Mittagessen kann man in die Mitarbeiterkantine gehen, jeden Tag gibt es ein fleischhaltiges und ein vegetarisches Gericht sowie eine Salatbar. Ich persönlich fand es relativ teuer, zumal man als PJler den vollen Preis (meist 4-8€ pro Gericht) zahlen muss. Viele haben sich daher auch oft etwas mitgebracht oder nur einen Salat und ein Brötchen gegessen.

Fazit:
Wenn ihr ein Haus für das Innere-Tertial sucht, in dem man wirklich etwas lernen kann und ein wertschätzender Umgangston herrscht, dann geht ans MaHo! Das Haus ist so groß, dass einerseits man ein vielfältiges Spektrum sehen kann und es andererseits trotzdem familiär zugeht. Ich war oft (für PJ-Verhältnisse) relativ lang da, das aber beinahe immer auf eigenen Wunsch, weil man sich einfach als Teil des Teams gefühlt hat. Ich kann das Tertial in der Inneren am Marienhospital daher uneingeschränkt empfehlen.
Bewerbung
PJ-Portal
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
EKG
Tätigkeiten
Patienten untersuchen
Blut abnehmen
Botengänge (Nichtärztl.)
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
EKGs
Patienten aufnehmen
Briefe schreiben
Untersuchungen anmelden
Notaufnahme
Punktionen
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
765,00€ (400 Grund + 200 Wohnkosten + 165 Essenskosten)

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.13