Während des PJ ist man hauptsächlich für das Legen von Zugängen und die Durchführung von Blutabnahmen zuständig, was insbesondere dann sehr zeitaufwendig sein kann, wenn man noch ungeübt ist oder kein anderer PJler/Famulant zur Unterstützung da ist. Der Arbeitstag beginnt in der Regel um 8:00 Uhr und endet spätestens gegen 15:00 Uhr. In meinem Fall war es jedoch häufig so, dass ich mich nach Erledigung der Blutentnahmen und Zugänge frei in der Klinik bewegen oder sogar nach Hause gehen konnte. Theoretisch findet einmal pro Woche eine Lehrveranstaltung statt, an der ich jedoch nicht teilgenommen habe. Auch morgendliche Besprechungen werden angeboten, allerdings empfand ich den Lerneffekt als gering, weshalb ich diese ebenfalls nicht mehr besucht habe.
Die Arbeitskleidung wird gestellt, und für etwa 5 Euro erhält man Essen, wobei man darauf achten muss, diesen Betrag nicht zu überschreiten, da man sonst draufzahlen muss. Das Essen selbst ist eher von schlechter Qualität, und auch das Personal in der Cafeteria ist nicht besonders freundlich.
Einen speziellen Raum für PJler gibt es nicht, sodass man sich entweder im Arztzimmer aufhalten oder im Krankenhaus umherlaufen muss. Alternativ kann man sich an der Pforte einen Schlüssel für den EDV-Raum der Pflegeschule holen, wo man sich etwas zurückziehen kann; dieser befindet sich allerdings im Untergeschoss der Pflegeschule.
Insgesamt kann ich den Standort empfehlen, insbesondere wenn man Wert auf ein eher entspanntes PJ in der Inneren Medizin legt und die Möglichkeit schätzt, häufig früher gehen zu können. Wichtig ist jedoch zu erwähnen, dass ich nie allein als PJler vor Ort war; teilweise waren auch Famulanten anwesend, sodass wir die anfallenden Blutentnahmen und Zugänge meist recht zügig erledigen konnten. Dennoch hängt die tatsächliche Arbeitsbelastung stark davon ab, welcher Assistenzarzt auf der Station tätig ist, da es auch Unterschiede gibt und manche einen deutlich länger da behalten.