Mein Tertial hat in der UCH begonnen. Man wird von Fr. Koerdt begrüßt, Orga wird geklärt und anschließend läuft man gemeinsam zur Klinik (ca 2 Minuten). Dort wurde ich auf Station freundlich empfangen und schon einer PJ Kollegin zugewiesen.
Die Zeit auf der UC war insgesamt eigentlich ganz angenehm. Man geht immer mit zur Visite und trägt dabei einen Verbandskoffer. Während der Visite muss man zuhören und schnell Verbände öffnen und neu machen. Dadurch verpasst man dann je nach Verband die Visite bei 1-2 Patienten, ist aber ok. Ich war ganz gerne in der ZNA, da es dort hohen Durchlauf gab. Nebenan ist die Sprechstunde, die oberärztlich oder vom Chef geleitet wird, auch da war man gern gesehen (sofern es nicht zu viele PJler auf einmal waren). Man hat Studententelefone, die klingeln, wenn jemand in den OP soll, wenn BEs/Braunülen gebraucht werden oder für sonst irgendwas. Im OP darf/muss man eigentlich immer an den Tisch, der Chef und die meisten OÄ erklären auch gerne etwas wenn man sie fragt.Der Chef lässt einen nähen, das ist nett. Es ist im OP an sich auch ganz angenehm von der Stimmung, Hüfte ist halt einfach nervig weil man nichts sieht und wenn man schüchtern ist und sich nicht traut zu fragen, ob man mal rüber darf, ist es halt einfach nur 1,5 Std rumstehen und Haken halten. Feierabend war meistens zwischen 15 und 16 Uhr, manchmal auch später.
ACH:
Über die ACH kann ich nichts Schlechtes sagen. Es war durchweg ein freundliches Team, man wird super freundlich aufgenommen und man darf überall mit. Die Visiten sind etwas entspannter, da man als Student währenddessen keine andere Aufgabe hat als nicht im Weg zu stehen, das sollte jeder hinkriegen. Es gibt immer spannende Sonos oder Punktionen, die OPs sind echt total interessant. Selbst wenn die Assistenzärzte im OP alle Wut von OÄ abbekommen, wurde ich als Studentin nie angepampt. Es wurde selbst bei Komplikationen drum gebeten, dass ich da und da hinschauen soll und etwas erklärt, egal wie gestresst die Ärzte waren. Es war einfach eine echt tolle Zeit mit tollen Kollegen. Besonders Irving, Diego, Antonio und Larissa sind einfach super Kollegen, die gern was erklären. Die OÄ sind auch alle sehr nett. Boutkala fragt öfter mal, wie es einem geht, ob man genug lernt und erklärt auch in OPs sehr viel. Einfach sehr nette Kollegen. Feierabend zwischen 14 und 15 Uhr, spätestens 15:30Uhr.
Zum drum herum:
Man kriegt einen Chip, mit dem man sich Kleidung holen kann. Man bekommt ein eigenes Schließfach, was sehr gut ist. Wasser gibt es auf Station. Das Wohnheim ist ok für 4 Monate. Ist ein Zimmer mit Bad, Schränken, Bett und Tisch. Die Küche im 1. OG war okay. 250Euro monatl.
Das Mittagessen ist NICHT kostenlos. Es werden 130 Euro vom Gehalt abgezogen, das wird aber mit keinem Wort erwähnt. Es wird einem einfach ne Essenskarte in die Hand gedrückt. Wenn man also nicht 130 Euro zahlen möchte, muss man die Karte einfach ablehnen. Das Essen war schon ganz lecker, das Personal war auch sehr sehr nett.
Das Miteinander in IO ist sehr familiär. Jeder kennt irgendwie jeden und man fühlt sich eigentlich ganz wohl. Insgesamt eine sehr angenehme Klinik fürs Chirurgie Tertial. Würde es wahrscheinlich wieder dort machen, nur ist es im Winter dort wirklich hart. Man geht im dunkeln zur Arbeit und kommt so auch wieder heim. Wirklich Energie für Aktivitäten hat man dann auch nicht, es gibt auch nicht besonders viel Angebot Es gibt ein PJler Auto, damit kann man einkaufen gehen oder sonst was.