PJ-Tertial Gynäkologie in Staedtisches Klinikum Lueneburg (1/2026 bis 4/2026)

Station(en)
C5 / D5 / Kreißsaal
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP, Station
Heimatuni
Hamburg
Kommentar
Das PJ in der Gynäkologie und Geburtshilfe am SKL hat mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem und jeder uneingeschränkt weiterempfehlen! Das Team ist unglaublich nett, ich wurde von Anfang an gut integriert und alle waren motiviert mir etwas beizubringen.

Es gab einen festen Rotationsplan, sodass man alle Bereiche der Abteilung kennenlernen konnte. Dazu gehören der Kreißsaal gemeinsam mit der Wochenbettstation (C5), die allgemein gynäkologische Station (D5, v.a. postop Patientinnen), die Ambulanz mit einer allgemeinen Sprechstunde inkl. Notfälle sowie verschiedene Sprechstunden (Mamma, Beckenboden, TuKo Nachbesprechung, genetische Beratung); sowie der OP (zentral OP und ambulanter OP).

7 Uhr Visite (C5/D5)
Der Tag hat mit der Visite gestartet, man konnte immer frei wählen, ob man sich der geburtshilflichen oder gynäkologischen Visite anschließt. Hier wurde ich sehr aktiv eingebunden, konnte eigenständig Patientinnengespräche führen und untersuchen (postop bzw Fundus bei den Wöchnerinnen tasten), die Visitendokumentation führen sowie Patientinnen bei der Chefarztvisite vorstellen.

7:45 Uhr Frühbesprechung

Kreißsaal/C5
Der Kreißsaalalltag war sehr vielseitig und lehrreich. Ich hatte die Möglichkeit, unter Aufsicht die Abschlussuntersuchung und Entlassungsgespräche auf der Wochenbettstation zu führen; bei Geburtsanmeldungen, ET-Überschreitungen etc. Ultraschall durchzuführen (Fetometrie, Fruchtwasser, Nabelschnurdoppler); ich habe mehrere vaginale Geburten begleitet und dabei kleinere Tätigkeiten ausgeübt (körperliche Unterstützung in der Austreibungsphase, Oxytocin-Gabe, Nabelschnur-pHs abnehmen, vereinzelt CTG anlegen); und ich war als 2. bzw seltener auch mal als 1. Assistenz bei Sectiones dabei. Die Hebammen sind auch ein großartiges Team und haben gerne Sachen erklärt, ich habe gerne die Möglichkeit genutzt mich auch mal für längere Zeit an eine Hebamme zu hängen um den Geburtsprozess über längere Zeit mitzubegleiten.

Gynäkologische Station (D5)
Hier war ich insgesamt nur eine Woche und es gab tendenziell wenig Aufgaben die ich übernehmen konnte. Ich konnte jedoch die ein oder andere Abschlussuntersuchungen durchführen, Anamnesen vervollständigen oder Visiten eigenständig nachholen, gelegentliche Blutentnahmen und Zugänge legen waren auch mal gefragt aber wirklich nur sehr wenig.

Ambulanz/Sprechstunden
In der Ambulanz lernt man schnell viele verschiedene Krankheitsbilder kennen. Ich durfte Anamnesegespräche führen und unter Aufsicht der Assistent:innen die gynäkologische Untersuchung durchführen. Zudem gibt es eine Beckenbodensprechstunde mit urodynamischer Untersuchnung sowie eine Mamma-Sprechstunde denen man sich jederzeit anschließen kann. Eine Oberärztin bietet zudem genetische Beratung an.

OP
Es ist nicht zu unterschlagen, dass ich einen Großteil meines PJ-Tertials im OP verbracht habe. Persönlich war ich jedoch immer gerne im OP, es wurde viel erklärt, das gesamte Team inklusive der OTAs und Anästhesie ist sehr nett und die Atmosphäre war angenehm. Meistens war man fest als zweite Assistenz eingetragen, gelegentlich war ich jedoch auch erste Assistenz zur Kameraführung oder bei Mamma-OPs. Ab und zu durfte ich am Ende die Hautnaht machen oder Klammern.

Allgemeine PJ-Struktur am SKL
Die Organisation des PJs am SKL war sehr gut, es gab eine ausführliche Einführung am ersten Tag sodass man sich direkt willkommen gefühlt hat. Mo-Do fand regelmäßig und viel PJ-Unterricht statt der auch immer sehr lehrreich gestaltet wurde. Alle PJler:innen müssen ihre Arbeitszeit erfassen, das heißt man muss wöchentlich auf seine 38,5h Arbeitszeit kommen, Überstunden können problemlos als Freizeitausgleich beglichen werden. Man erhält ein Taschengeld von 400€, zusätzlich gibt es die Möglichkeit einer Unterkunft sowie 6€ Essensgeld täglich. Man kann sich jedoch auch für einen Mietkostenzuschuss anstelle von Unterkunft und Essen entscheiden und erhält dann insg. 650€
Bewerbung
Bis zu 5 Wochen vor PJ-Tertial-Start über das PJ Portal
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Bildgebung
Repetitorien
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Braunülen legen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Unterkunft gestellt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
400

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.2