PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in CHU de Caen (8/2025 bis 10/2025)
Station(en)
Allgemeinchirurgie
Einsatzbereiche
OP, Station
Heimatuni
Innsbruck (Oesterreich)
Kommentar
Organisation:
Selbstständig organisiert, im Jänner 2025 habe ich eine Mail an den Chef der Chirurgie viscerale et digestive gesendet und rasch eine Antwort erhalten und anschließend mit der Sekretärin in Kontakt getreten. Sie forderten ein Convention du stage (Learning Agreement) von Erasmus Plus. Es dauerte ca. bis Ende März bis ich dieses Dokument von meiner Uni erhielt, weil mir weder die Sekretärin vom CHU noch die Sekretärin meiner Uni sagen konnte, von wo ich diese Convention du stage bekomme, bis ich nach vielen E-Mails erfahren habe, dass es ein Learning Agreement von Erasmus Plus ist und ich dieses ganz simpel über ein Online-Portal meiner Uni erhalte.
Unterkunft:
Dann war die Unterkunftssuche noch eine Herausforderung, ich habe schlussendlich über AirBnB eine Unterkunft für August organisiert und für September konnte ich netterweise in das Wohnheim der Assistenzärzte einziehen (gratis), jedoch war das lediglich eine Ausnahme. Das AirBnB im August hat 800€ gekostet.
ErasmusPlus Förderung lag bei insg. 1500€ für August und September.
Wenn man früh genug dran ist, kann man eventuell auch eine Unterkunft über die verschiedenen Wohnheime finden (Crous, Kley, TwentyCampus, UxCo, Nemea, Odaly), jeodch nehmen die meist nur Studenten für mind. 4 oder 6 Monaten.
Für WGs kann man bei Studapart, Leboncoin, Roomlala, locaviz.fr, Bienici, housing anywhere usw. suchen
Dauer:
2 Monate (August und September)
Klinik:
Es handelt sich um ein relativ baufälliges Gebäude, aber aktuell wird die Klinik neu gebaut. Als Erasmus Student hat man die freie Wahl was man machen möchte, man kann in den OP und evtl assistieren, oft handelt es sich aber nur um zuschauen, manchmal auch steril eingewaschen zuschauen. Wenn man im OP ist wird von den einheimischen Studenten erwartet, dass man bis zum Ende um 19Uhr bleibt, als Erasmus Student kann man sich recht frei bewegen. Man kann auch bei der Visite mitgehen, da kann man dann gegen 12Uhr nach Hause gehen. Einmal in der Woche findet nach der Morgenbesprechung um 8 Uhr eine Fortbildung für die Student:innen statt, die war immer sehr interessant und der Prof. auch bemüht, dass ich als Nicht-Französisch-Sprachige etwas lerne. Man kann auch in die Sprechstunden mitgehen, das war aber eher selten und nur dann wenn wir zu viele Studenten waren und zu wenig Aufgaben (sprich: kein OP für den Tag geplant war)
Die Ärzt:innen waren alle sehr nett, meist wird man etwas ignoriert, aber grundsätzlich kann man immer Fragen stellen und sie sind bemüht einem etwas zu erklären. Zur Not kann man sich auch mit Englisch weiterhelfen, die Student:innen haben ein gutes Englisch, bei den Ärzt:innen kommt es immer drauf an.
Sprache:
In der Normandie wird ein sehr klares und gut verständliches Französisch gesprochen, zur Not kann man sich mit Englisch etwas aushelfen, aber die Menschen dort sind sehr hilfsbereit und gastfreundlich. Ich hab mich dort sehr wohl gefühlt.
Mittagessen: gratis für Studenten (wird von den Assistenzärzten bezahlt und die nehmen einen mit in die Mensa)
Freizeit:
Die Normandie bietet sehr viele Ausflugsziele! Generell ist man von Caen sehr schnell in Ouistraham am Strand und auch Caen selbst ist eine wunderschöne Stadt. Mit dem Zug kann man viele Ziele gut und günstig erreichen (wenn man unter 26 ist bekommt man die Zugtickets um den halben Preis). Ich habe in den 2 Monaten mir 2x ein Auto gemietet, weil ich auch Besuch von Freunden und Familie hatte, da sind wir nach Étretat gefahren, Mont Saint Michel, Saint Malo und die verschiedenen Locations vom WW2.