PJ-Tertial Nephrologie in Zentralklinik Bad Berka (11/2025 bis 3/2026)

Station(en)
H3
Einsatzbereiche
Station, Diagnostik
Heimatuni
Jena
Kommentar
Die Zeit in der Nephrologie war unglaublich lehrreich und schön. Das Team ist unglaublich herzlich, und betreut eine überschaubare Anzahl an Patienten, was einen tiefen, umfassenden Einblick in die Innere Medizin ermöglicht.
Was diese Station besonders auszeichnet, ist die individuelle Betreuung. Das ganze Team (die Oberärztin, der leitende Oberarzt der Chefarzt) nehmen sich außergewöhnlich viel Zeit für die Ausbildung und Lehre. Man wird hier wirklich für voll genommen. Wer Eigeninitiative und Motivation zeigt, bekommt Freiheiten, die weit über das übliche PJ-Maß hinausgehen:
- Eigene Patienten: Man bekommt eigene Patienten zugewiesen, die man komplett selbstständig betreuen darf.
- Stationsführung: Mit der Zeit kann man unter Supervision sogar die Station übernehmen und die Visiten aktiv mitgestalten.
- Interventionen: Bei entsprechendem Einsatz darf man selbst Hand anlegen – von Shaldon-Kathetern über Pleurapunktionen bis hin zur Mitwirkung bei Nierenbiopsien und Sonographien.
Obwohl es die Nephrologie ist, lernt man hier fast die gesamte Innere Medizin. Da die Nephrologen absolute Generalisten sind, sieht man keineswegs nur "Niere", sondern auch komplexe kardiologische, rheumatologische und pulmonologische Krankheitsbilder. Ich hatte Glück, dass die Assistenzärztin Kardiologin ist, die zu dem Zeitpunkt ihre Rotation in der Nephrologie gemacht hat. Dadurch hatte ich einen kleinen Einblick in die Kardiologie und habe viel über EKGs, Echos, Lufus und Antikoagulationstherapie lernen können. Das diagnostische Spektrum umfasst alles von der mikroskopischen Urin-Diagnostik bis zur Auswertung hochkomplexer Laborparameter.
Die Stimmung ist hervorragend. Das Pflegeteam in der Dialyse ist ebenfalls sehr nett und herzlich. Blutabnahmen werden zwar meist vom Pflegepersonal erledigt, aber eine helfende Hand wird immer geschätzt und stärkt den Teamgeist. Es gibt keine starren "Dienstboten-Aufgaben"; was man lernt, hängt maßgeblich vom eigenen Engagement ab.
Fazit: Eine uneingeschränkte Empfehlung für alle, die wirklich etwas lernen wollen und Lust auf echte ärztliche Verantwortung haben!
Unterricht
5x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Prüfungsvorbereitung
EKG
Patientenvorstellung
Bildgebung
Tätigkeiten
Blut abnehmen
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Punktionen
Braunülen legen
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Rehas anmelden
EKGs
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1