Das KH Calw ist ein ländliches Krankenhaus am Rand vom Schwarzwald.
Es gibt 4 vollinternistische Stationen (je nach Station ca. 20 Betten) und dazu 1 Intensivstation mit 8 Betten.
Außerdem gibts eine Funktionseinheit, in der u.a. HKUs und Gastros/Kolos gemacht werden.
Wurde sehr nett vom ärztlichen Team aufgenommen und betreut, von den Assistenzärzten über Oberärzten bis zum Chefarzt waren alle sehr freundlich und hilfsbereit bei allen Problemen oder Fragen.
War die ersten Wochen auf Normalstation unterwegs, dort bei den Visiten dabei, auf der Röntgenbesprechung (täglich um 13.30) und sonstigen Dingen die im Stationsalltag so anfallen, z.B. Briefe schreiben. Je nachdem mit welchem Arzt ich unterwegs war, konnte ich auch eigene Patienten/Zimmer unter Supervision betreuen. Natürlich kommt man ums Blutabnehmen und Viggos legen nicht drumrum, das hat sich bei mir aber in Grenzen gehalten, je nach Stationsbesetzung musste ich mehr/weniger/gar kein Blut abnehmen.
Für 2 Wochen war ich auf der ITS, bin dort ebenfalls bei Visiten und sonstigen Untersuchungen mitgelaufen und hab Briefe geschrieben.
Am besten wars in der ZNA, dort konnte ich unter Supervision eigene Patienten von der Ankunft in der ZNA bis zur stat. Aufnahme oder Entlassung nach Hause betreuen, d.h. Anamnese erheben, untersuchen, sonografieren und in Absprache mit den Ärzten weitere Untersuchungen anordnen, z.B. Röntgen/CT.
In der Funktionseinheit war ich immer wieder spontan, wenns was Spannendes gab (z.B. STEMI im HKL) konnte ich immer zuschauen und anschließend Fragen stellen/den Fall mit den Funktionsärzten besprechen.
Vorteil war, dass ich schnell in der ganzen Klinik bekannt war (war auch der einzige PJ-ler im Haus) und dann bei interessanten Fällen dazugerufen wurde. Hatte auch ein eigenes klinikinternes Telefon. Nachteil war natürlich, dass man kein größeres Spektrum an (selteneren) Erkrankungen kennenlernt, da eben kleineres Haus.
Frühbesprechung war immer um 7.45, geblieben bin ich meistens bis 15-16 Uhr, wenn ich mal nen Termin hatte war es gar kein Problem später zu kommen/früher zu gehen, die Ärzte waren da alle sehr entspannt.
PJ-Unterricht gabs anfangs 1 Mal die Woche, später dann eher sporadisch, dafür ist aber jeden Tag ne Röntgenbesprechung um 13.30, wo man teilnehmen kann.
Mittagessen für mich war kostenlos, Urlaub unter Absprache war bei mir auch gar kein Problem.
Insgesamt kann ich das PJ dort auf jeden Fall empfehlen. Das ärztliche Team ist sehr nett und entspannt und wenn man motiviert ist, sich gut anstellt und sich für Innere interessiert, wird einem dort viel zugetraut. Man wird gut ins Team integriert und man kann in Absprache mit den Ärzten dort viel alleine machen und sich frei im Haus bewegen.
Bewerbung
über das PJ-Portal (sind vmtl. meistens genug Plätze frei)