Neonatologie; Pädiatrische Pulmologie und Allergologie
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Dresden
Kommentar
Kurzfassung: Tolles Tertial, would recommend!
Das PJ in der Pädiatrie ist ein Geheimtipp für alle, die sich später auch vorstellen können in die Fachrichtung zu gehen.
Zuerst gibt es eine klinikübergeifende Einführungswoche im ersten Tertial. Dort wird dann alles Organistorische erledigt und Kurse für PVK-Anlage, Übergaben und interdisziplinäres Wundmanagement druchgeführt. Es werden auch klinikübergreifende Wahlkurse, wie z.B. FAST-Sonografie angeboten.
Nach der Einführungswoche rotiert man für 2 Wochen über alle pädiatrischen Stationen, inkl. Kindernephrologie, Kinderneurologie, Notaufnahme, Tagesklinik, neonatologische und pädiatrische Intensivstation. Ich durfte auch bei einer Erstversorgung nach Sektio und bei einem Baby-NAW Einsatz dabei sein. Danach darf man sich frei für zwei Stationen entscheiden, in denen man dann den Rest des Tertials arbeitet.
Als erstes war ich auf der neonatologischen Station. Die Arbeitsatmosphäre ist verständlicherweise viel ruhiger und entspannter, als man es von einer „Erwachsenen-Stationen“ kennt. Zuerst findet die Kurvenvisite für ca. 1-2 Stunden statt, in der man auch die eigenen PatientInnen bespricht. Danach visitiert man kurz die Zimmer. Häufige Krankheitsbilder waren Neugeboreneninfektionen, Hyperbilirubinämien, SGA und (Extrem-)Frühgeborene mit all ihren Erkrankungen. Als PJler lernt man die Blutabnahme und PVK-Anlage, die bei den Neugeborenen sehr schwierig sein können. Man darf auch die U2, Aufnahmeanamnese und Impfungen durchführen. Nachmittags schreibt man Arztbriefe und führt Entlassgespräche (in ärztl. Begleitung).
In der zweiten Hälfte war ich auf der pädiatrischen Pulmologie und Allergologie. Die Visite findet mit der Oberärztin ab 9 Uhr statt. Dabei stellt man auch die eigenen PatientInnen vor. Es waren vor allem Kinder auf Station mit obstruktiver Bronchitides, Pneumonie, Asthma br., GE, oder zur allerg. Provokationstestung, bzw. zur Einleitung einer Immuntherapie. Manchmal werden auch CF-PatientInnen zum Jahrescheck hier betreut (auch Erwachsene). Auf der benachbarten Neuropädiatrie durfte ich auch Lumbalpunktionen (mit Anleitung) durchführen.
In der Mittagsbesprechung werden alle radiologischen Bildgebungen und die Stationenbelegung besprochen. Im Anschluss daran findet mittwochs eine Fallvorstellung und donnerstags ein Journal-Club für ca. 15-20 Minuten statt. Im PJ übernimmt man eine Fallvorstellung/Journal-Club. Dienstags ist pädiatrischer Studenten-Unterricht. Das Mittagessen in der Mensa wird bezahlt. Es gibt Spinde, für die man ein eigenes Schloss mitbringen kann. Eine Umkleide gibt es für PJler nicht, bei den Spinden war es aber für gewöhnlich leer. Arbeitszeit ist 8-16:30 Uhr, wenn wenig zu tun war auch früher Schluss.
Als PJler wurde ich direkt ins Team integriert und auch zu Klinikfeiern eingeladen.
Wer noch nie in Marburg war: Die Uniklinik liegt auf den Lahnbergen. Nicht erschrecken, der Haupteingang der Uniklinik ist stark beeinflusst durch das (denkmalgeschützte) Marburger Plattenbausystem, das Mutter-Kind-Zentrum ist aber moderner. Man kommt gut mit den Bussen zur Klinik (, wenn kein Schneechaos herrscht). Mit Rad kommt man nur durchgeschwitzt an. Über WG-gesucht würde ich spätestens ca. einen Monat vorher mit der Suche beginnen. Marburg ist eine sehr lebenswerte Universitätsstadt mit wunderschöner Altstadt und guten Laufstrecken.