Wirklich ein faires PJ, die Organisation und Betreuung war toll!
Es ist ein kleines Haus, daher sieht man auf der Inneren immer eine bunte Mischung aller möglichen Krankheitsbilder. Das Arbeitsklima war angenehm. Man darf viel machen, muss aber nicht nur Blut abnehmen und Briefe schreiben, da es genug PAs und einen Blutentnahmedienst gibt.
Das Innere-Tertial ist aufgeteilt in MK1 (allg. Innere) und MK2 (Kardio).
MK1: Zu Beginn erhält man einen Rotationsplan mit mehreren einwöchigen Rotationen in verschiedene Schwerpunkte, der aber sehr flexibel und unverbindlich ist. Auf Station läuft man mit einem Assistenzarzt meist die ganze Woche mit, macht die Visite mit, darf untersuchen, wenn Punktionen, Sonos etc anstehen darf man natürlich auch mitmachen. Die Rotationen haben mir gut gefallen, besonders die Hämatoonko, wo man Ports anstechen lernt und Knochenmarkspunktionen sieht. Es sind auch Rotationen auf die Stroke, in die Funktion etc vorgesehen. Die letzte MK1 Woche ist Wunschrotation, ich bin in die INA gegangen. Jeden Di und Fr kann man mit zur Röntgenbesprechung.
MK2: Man ist 2 Wochen auf Station, dann 2 Wochen in der Funktion (Echos, TEEs und ECVs) und oder im HKL (hier darf man bei Coros assistieren oder sich PVIs anschauen, es gibt auch spezielle Tage für PFO-Occluder o.ä.). Danach ist man nochmal 2 Wochen auf Station, wo man theoretisch auch eigene Patienten betreuen kann und am Schluss eine Woche auf Intensiv. Reihenfolge ebenfalls flexibel.
Der Tag beginnt mit der Frühbesprechung um 7.40h und endet gegen 16h, Mittagessen war immer möglich, sehr viel (Suppe, Hauptgericht, Salatbuffet, Nachtisch, Getränk), meistens lecker und sogar kostenlos. Man hat regulär nur Frühschicht, darf aber freiwillig mit einem Arzt schichten oder Nächte machen und bekommt dann ausgleichsfrei. Es gibt sogar extra einen PJ-Raum in der Klinik, wo man bei Nachtschichten schlafen kann.
Studientag 1/2 pro Woche, flexibel.
PJ Unterricht ist etwa 1-2x pro Woche, unterschiedliche Fachrichtungen, manchmal gibt es auch Workshops wie Ultraschall bei Schwangeren oder Mikroskopiekurs. Der EKG-Kurs war auch richtig genial! Außerdem kann man am Dienstag freiwillig mit in die psychiatrische Lehrvisite mit Fallvorstellung und Besprechung, was echt spannend war.
Das Wohnheim ist nichtmal 5min vom KH entfernt, Einzimmerwohnung mit eigenem Bad und kleiner Küchenzeile. Es ist nicht das modernste, aber kostenlos und für ein paar Monate echt total in Ordnung. Im Wohnheim gibt es auch einen weiteren PJ-Raum, wo der Unterricht stattfindet und wo man gut lernen oder mit anderen PJlern zusammensitzen kann.
Einziges Manko: es gibt kein WLAN im Wohnheim, abgesehen vom PJ-Raum. Ich rate von Telekomverträgen ab, scheinen teuer und langsam zu sein. Aldi Talk unlimited und dann Handyhotspot hat sich deutlich mehr gelohnt!
Bewerbung
Über das PJ-Portal. Nach Buchung am besten direkt Email an die PJ-Koordinatorin schreiben, die kann einem auch ein Zimmer reservieren.