Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, Notaufnahme, Station
Heimatuni
Mainz
Kommentar
Ich habe mein erstes Tertial in der Inneren Medizin in der Diakonie Klinik Hunsrück in Simmern absolviert und kann durchweg nur positives Berichten. Es gibt keinen festen Rotationsplan, was ich sehr gut fand, sodass man sich lediglich mit den anderen PJ-lern absprechen muss. So hat man die Möglichkeiten seine eigenen Schwerpunkte zu setzen. Der Allgemeine Schwerpunkt der Inneren ist Gastroenterologie, d.h. Patientin die zum Herzkatheter müssen oder neurologische Patienten, werden dementsprechend in eine andere Klinik verlegt. In die ZNA kommen die aber natürlich trotzdem, sodass man auch hier nichts verpasst.
1. Stationsarbeit: Zu Beginn ist es empfehlenswert auf die Stationen zu gehen. Hierbei handelt es sich um gemischte Stationen, in denen alle wichtigsten internistischen Krankheitsbilder vertreten sind, sodass man auch alles mitbekommt. Man wird zu Beginn jeder Woche einer Station bzw. einem Assistenzarzt zugeteilt und hat somit die ganze Zeit über eine 1 zu 1 Betreuung und Ansprechpartner. Wenn man möchte kann man auch eigene Patienten betreuen, die man dann mit dem Assistenzarzt oder dem zuständigen Oberarzt bespricht. Ansonsten macht man die Visite mit und schreibt Briefe. Zwischendurch geht man in die Funktionsdiagnostik. Hier kann man sich ÖGDs, Kolos anschauen, Vorschallen oder Punktionen unter Anleitung durchführen.
2. Intensivstation: Es gibt auch die Möglichkeit auf die Intensivstation zu gehen, wenn man möchte. Ich war 2 Wochen dort und konnte zwar selbst nicht viel machen, man kann aber trotzdem viel Lernen, insbesondere auch vom Pflegepersonal und beim Schreiben der Therapiepläne. Wenn es Cardioversionen gibt, darf man unter Aufsicht auch selbst schocken.
3. ZNA: In der Zentralen Notaufnahme arbeitet man am selbstständigsten und lernt meiner Meinung nach auch am meisten. Zu Beginn kann man mit den Ärzten mitlaufen und wenn man sich bereit füllt, darf man die Patienten voruntersuchen. Das heißt man macht alleine die Anamnese, die körperliche Untersuchung und berichtet einem Arzt. Gemeinsam wird das weitere Vorgehen besprochen und dann kann man den Patienten entweder entlassen oder stationsfertig machen (mit Medikamenteneingabe etc.). Hier kann man auch Dienste machen, bei denen man 20€ pro Stunde verdient (pro Dienst somit 160€). Hier war ich auch 2 Wochen. Bei weniger PJ-lern kann man auch mehr Zeit in der ZNA verbringen.
4. Funktionsdiagnostik: In die Funktionsdiagnostik kann man jederzeit, also auch wenn man eigentlich auf Station eingeteilt ist. Ich habe jedoch zusätzlich eine ganze Woche in der Funktion verbracht um insbesondere Schallen zu üben, aber auch das ist einem freigestellt. Wenn man den MFAs seine Telefonnummer gibt (man hat ein eigenes Telefon) dann rufen die einen auch an, wenns was spannendes zu sehen gibt.
Die Vergütung beträgt 812€/Monat. Die Abrechnung macht die Diakonie Klinik Kreuznach. Da muss man sehr aufpassen, dass man der richtigen Steuerklasse zugeordnet ist und man auch alle seine Dienste bezahlt bekommt. Es gibt die Möglichkeit ein Klinik-Appartement zu mieten für ca. 320€? Ich bin mit dem Auto gependelt, was sehr gut geht. Viele der Ärzte kommen aus Mainz/Wiesbaden. Wenn man möchte kann man auch bei NEF. Es gibt einen halben Studientag pro Woche.
Zusammenfassend war es ein sehr gutes Tertial. Sehr empfehlenswert!!