Ich habe mein ersten PJ-Tertial in der Inneren Medizin im Friederikenstift in Hannover absolviert. Es war ein richtig tolles Tertial. Die Aufgaben waren vielfältig und immer an die Fähigkeiten und die Erwartungen der Studierenden angepasst. Man konnte auf die Normalstation, die Intensivstation, die Zentrale Notaufnahme und die Funktionsabteilung rotierten. Das Team, inklusive Oberärzt:innen und Chefarzt, ist sehr lieb, hilfsbereit und zuvorkommend. Man fühlt sich von allen Teammitglieder herzlich aufgenommen und wird als vollwertiges Mitglied des Teams gesehen. Auf der Normalstation ist man neben den Blutentnahmen und Zugänge legen auch für andere Tätigkeiten wie Untersuchungen anmelden, Briefe schreiben, Verlegungen organisieren etc. während der Visite immer mit dabei und man hat auch die Möglichkeit, eigene Patient:innen komplett selbstständig under Visitation der Oberärzt:innen zu betreuen. Während der Visite wird man als vollwertiges Teammitglied verstanden, mit dem Patient:innen und Krankheitsbilder auf Augenhöhe diskutiert werden und man wird jederzeit eingeladen, Fragen zu stellen. Das gleiche gilt für die ITS. Hier ist es zum Teil auch möglich, Arterien und ZVKs selber zu legen oder Punktionen durchzuführen. In der Notaufnahme nimmt man eigenständig Patient:innen auf, untersucht diese, ordnet Medikamente und Untersuchungen an und spricht dies dann mit Oberärzt:innen durch. Während des PJs wird immer auf die Wünsche der Studierenden eigegangen und vom gesamten Team wird gefragt, welche Verbesserungsvorschläge es gibt. Da das Friederikenstift "nur" eine Allgemeine Innere hat, sieht man verschiedene Krankheitsbilder der Inneren Medizin und lernt, fächer- und organsystemsübergreifend zu denken. Dies ist für das Lernen und die Vorbereitung auf das spätere Berufsleben gold wert. Den einzigen Kritikpunkt, den es für mich gibt, ist, dass es häufiger PJ-Unterricht geben könnte.
Abschließend kann ich das Innere PJ im Friederikenstift aus vollster Überzeugung empfehlen. Man arbeitet als vollwertiges Mitglied auf Augenhöhe in einem sehr lieben und kompetenten Team. Es gibt die Möglichkeiten verschiedenste Aufgaben zu übernehmen, je nachdem worauf man Lust hat und wie viel man sich zutraut. Man bekommt ein breites Bild der Inneren Medizin geboten, wodurch man viel lernt und man ist nicht nur für BEs, Zugänge und Hilfsarbeiten zuständig. Ich würde immer wieder mein Innere PJ im Friederikenstift absolvieren!