PJ-Tertial HNO in Universitaetsklinikum Rostock (9/2025 bis 12/2025)

Station(en)
Poliklinik, Station 1, Station 2
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station, Diagnostik, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Rostock
Kommentar
Wer für die HNO-Heilkunde brennt ist hier genau richtig!
Mein Tertial hier in Rostock war sehr lehr- und abwechslungsreich. Von Poliklinik/Notaufnahme, über Station, den OP und die Audiologie sowie Phoniatrie kann und soll man hier überall hineinschauen und mitarbeiten.
Besonders positiv hervorzuheben ist die enge Betreuung. Es gibt einen PJ-Beauftragten, der stets ansprechbar ist und für alles ein offenes Ohr hat sowie sich jeden Montag Zeit für ein persönliches PJ-Seminar nimmt. Desweiteren gibt es wöchentlich mindestens einen 3-minütigen Fortbildungsvortrag in der Frühbesprechung (wo man selbst auch einmal einen halten muss) sowie am Freitag das reguläre 90-minütige PJ-Seminar der Universitätsmedizin Rostock, sodass der restiche Freitag, in Form eines Studientags, frei ist.
Der Arbeitstag generell startet zwischen 7 Uhr und 7:15 Uhr, je nachdem, ob man auf Station oder in der Poliklinik eingeteilt ist. Zwischen 7:20 Uhr und 7:30 Uhr findet die Frühbesprechung statt. Man hat regelmäßig Zeit eine Mittagspause zu machen und der Tag dauert regulär bis 15:30/ 15:45 Uhr. Leider waren meine Tage meist länger, da ich die einzige PJlerin und somit sehr viel zu tun war. Auch einige OPs zogen sich manchmal über den offiziellen Feierabend hinaus.
Über die Woche gesehen, gab es montags stets eine Röntgen-Besprechung, an der man teilnehmen sollte und donntestags war Chefarztvisite. Diese ist beim ersten Mal aufgrund der genauen Strukturen etwas ungewohnt, doch schon ab dem zweiten Mal, kann man bei dieser ebenfalls viel lernen, vor allem weil schwierige Fälle anschließend nochmal aufgearbeitet werden.
Als ich in der Poliklinik eingeteilt war, könnte und sollte ich eigene Patienten betreuen, Untersuchungstechniken lernen und in die verschiedenen Funktionsdiagnostiken hineinschnuppern. So führte ich mit verschiedenen Patienten Tonaudiometrien durch, konnte die Prinzipien von Rhinomanometrie und -resistometrie verstehen sowie selbst Prick-Tests durchführen und auswerten.
Auf Station war ich stets aktiv bei Visite dabei, konnte beispielsweise Trachealkanülen und Verbände wechseln sowie Nasentamponaden entfernen. Danach ging es entweder in den OP oder es wurden prästationäre Aufnahmen durchgeführt. Natürlich waren auch Blutentnahmen und Flexülenanlagen an der Tagesordnung, jedoch in geringem Maße.
Bezüglich der OPs werden hier von Cochleaimplantat-Versorgungen und Tympanoplastiken über Adenotomien und Tonsillektomien zu NNH-OPs, Septorhinoplastiken und Tumoroperationen jeglichen Ausmaßes durchgeführt, um nur einige zu nennen. Vor allem bei lateralen Parotidektomien war meine Unterstützung gefragt, aber auch bei allen anderen Operationen konnte ich stets dabei sein. Wenn ich mir eine Operation angeschaut habe, wurde mir diese stets ausführlich erklärt. Ein kleines Hindernis zu meiner PJ-Zeit war leider der Umbau des OP-Traktes, sodass weniger Säle zur Verfügung standen und ein Saal leider sehr eng war, wodurch ich seltener bei OPs dort zugeschaut habe. Im OP konnte ich verschiedene Nahttechniken lernen, da sich dafür extra Zeit genommen wurde.
Am Ende des Tertial soll man einmal dem Chefarzt die Erhebung des Spiegelstatus voruntersuchen, sodass man eventuelle Fehler dann noch einmal beheben kann und bestens vorbereitet für das 3. Staatsexamen sowie den Arbeitsbeginn ist.
Abseits der ganzen Strukturen muss ich zum Schluss noch die Freundlichkeit des gesamten Teams erwähnen. Egal, ob das Personal auf Station oder in der Poliklinik, die Sekretärin, die Assistenzärztinnen und -ärzte, die Oberärztinnen und - ärzte oder der Chefarzt, alle waren unfassbar freundlich und bedacht darauf, dass ich besonders viel lerne und mitnehme. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt des Terials ist der Stress, der sich aufgrund der Umbaumaßnahmen, meiner Überstunden und meinem alleinigem PJ-Daseins ergab. Ansonsten kann ich jedem (vor allem den Stressresistenten ;)) empfehlen dort das HNO-Heilkunde-Wahltertial zu absolvieren, weil ich mir kaum vorstellen kann, dass man woanders so viel Lehre bekommt wie in dieser Klinik!
Bewerbung
Die Bewerbung lief regulär über das PJ-Portal.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Mitoperieren
Patienten untersuchen
Chirurgische Wundversorgung
Patienten aufnehmen
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Poliklinik
Notaufnahme
Blut abnehmen
Briefe schreiben
Untersuchungen anmelden
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
400

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
3
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.13