PJ-Tertial Plastische Chirurgie in Universitaetsklinikum Regensburg (5/2025 bis 9/2025)

Station(en)
54/55
Einsatzbereiche
Station, OP, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie: Die PHW war nicht unbedingt meine fachliche Präferenz, ich habe es aber aufgrund der guten Vorbewertungen gewählt. Der Morgen beginnt mit der Frühbesprechung. Das Team ist klein und die OPs des öfteren auch speziell, wenn man den normalen Studiums-Wissensstand als Grundlage nimmt. Die Stationsarbeit fand ich eher undankbar. Es wurde gerade die Online-Kurve Avelios eingeführt, was aufgrund vielfältiger Probleme zu hohem Zeitaufwand und mittlerem Chaos führte. Hierdurch kam das Teaching zu kurz und es blieb nicht so viel Zeit, in die Ambulanzen zu schauen. Blutentnahmen gehörten ebenfalls zur PJ-Aufgabe. Die Visiten waren abhängig von den AssistentInnen in ihrer Qualität fluktuierend. Nachmittags sind noch die OP-Checklisten für den kommenden Tag auszufüllen. Im OP darf man je nach Team mehr oder weniger. Fragen stellen zu OP-Vorgehen, Anatomie etc. geht immer. Ich durfte z.B. schon eine Spalthaut heben und einnähen. Außerdem konnte ich meine Nahtskills insgesamt verbessern. Das OTA Team war wirklich außergewöhnlich nett. So etwas war ich bis dato von Uniklinika nicht gewohnt. In die Ambulanzen kommen verschiedenste PatientInnen teils auch von weiter weg. Je nach Tag und Personal gibt es verschiedene Schwerpunktthemen. Hier kann man bei Interesse wirklich einiges sehen und lernen. Vieles ist schon auch sehr speziell, was aber absolut für die Uni-Kompetenz spricht. Was ich sehr cool fand, waren die Betreuung von PatientInnen in der Notaufnahme. Hier durfte ich beim Reponieren von Fingergelenken assistieren. Außerdem habe ich verschiedenster Verletzungsmuster von Kreissäge, Rasenmäher, Holzspalter über andere Verletzungsmechanismen mit teils subtotaler oder totaler Amputation bis hin zur Granatwerfeexplosion einiges gesehen. Durch die jeweilige Wundexploration kann ich jetzt sicherer die leichten von den schwereren Verletzungen trennen und entsprechend der richtigen Versorgung zuweisen. Die Replantations-OPs waren wirklich beeindruckend und die Operateurinnen und Operateure hier hochprofessionell. Personell gibt es Menschen, die träumen eher von der eigenen Beauty-Linie als von einem wertschätzenden Umgang mit PJs, was mir fremd ist. Sehr angenehm im Team sind dagegen vor allem Andreas Siegmund, Juy Chi Chak, Andrea Pagani, Christian Festbaum und Tobias Pollinger. Danke für den Einblick in einen so spezialisierten Teil der Chirurgie. Ich bin nach der Rotation um so dankbarer für meine unversehrten Hände, die diesen Text tippen können.
Note: 2+
Bewerbung
Via Unieigenem Formular, nicht im PJ-Portal. Vorsicht: Fristen viel früher als im PJ-Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Repetitorien
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Gipsanlage
Poliklinik
EKGs
Braunülen legen
Mitoperieren
Blut abnehmen
Röntgenbesprechung
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Notaufnahme
Chirurgische Wundversorgung
Botengänge (Nichtärztl.)
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
500

Noten

Team/Station
3
Kontakt zur Pflege
3
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
3
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.87