Diagnostik, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station
Heimatuni
Heidelberg - Fakultaet Heidelberg
Kommentar
Das Tertial ist in zwei Teile geteilt, 2 Monate Gyn mit Station, OP, Notaufnahme und Sprechstunden, 2 Monate Kreißsaal und Kreißsaal-Ambulanz.
Auf Station hat es mir am besten gefallen, da habe ich mich sehr willkommen gefühlt und wurde im Prinzip wie eine neue Assistenzärztin eingearbeitet, also sehr auf Augenhöhe und ich durfte nahezu alles machen, was die Ärzt:innen dort gemacht haben. Pflichten wie z.B. Blutabnehmen hatte man nicht, das hat die Pflege gemacht. Die Visite hat manchmal ziemlich lange gedauert, manchmal haben einzelne Oberärzt:innen ihre jeweiligen paar Patientinnen visitiert und dann musste man schnell sein, wenn man mitwollte.
Im OP hat es mir in Böblingen leider gar nicht gefallen. Der Ton war grundsätzlich sehr ruppig, vor allem im Gyn-OP. Eigentlich kenne ich es so, dass die Operateur:innen sich in einer ruhigen Minute, z.B. beim Einwaschen, ein bisschen Zeit für Smalltalk nehmen und einem damit zeigen, dass sie einem nichts böses wollen. In Böblingen war das nicht der Fall, da wurde ich meistens ignoriert. Während der OPs fachliche Fragen zu stellen war gar nicht gerne gesehen. Die Erwartungen an mich wurden nicht klar kommuniziert, was ein paar Mal zu unangenehmen Situationen geführt hat. (Die Erwartungen waren nichts wildes, ich wusste nur vorher gar nicht wie man gynäkologisch lagert und auch nicht, dass ich nach der OP die Patientin mit der Anästhesie zum Aufwachraum begleiten sollte.) Wenn sich Oberärzt:innen in meinem Beisein über mich unterhalten haben, z.B. beim Einwaschen, wurde ich immer nur als "die PJlerin" bezeichnet, nicht mit meinem Namen. Auch über eine junge Assistenzärztin wurde schlecht geredet, während sie und ich mit am Tisch standen. Die operativ tätigen Oberärzt:innen wirkten auch ziemlich gestresst, die jüngeren schienen sich "beweisen" zu müssen oder zu wollen. Insgesamt war die Atmosphäre dort also eher schlecht.
Das Positive im OP war, dass alle Anästhesist:innen und der Großteil der OP-Pflege sehr nett waren und dass mit den Patientinnen gut umgegangen wurde. Auch das OP-Spektrum war recht groß und ich konnte bei OPs zusehen, wenn ich nicht gerade selbst eingeteilt war. Das Assistieren im OP war im gesamten Tertial meine einzige wirkliche Verpflichtung, je nach Plan war ich ca. 3 Tage/Woche vollzeit im OP eingeteilt. Zum PJ-Unterricht durfte man trotzdem immer gehen, auch zu dem der anderen Fachbereiche. Es war nur wichtig, jedezeit per Telefon erreichbar zu sein, weil sich der OP-Plan öfter mal geändert hat und man auch spontan angerufen wurde.
Im Kreißsaal bin ich hauptsächlich mit Assistenzärzt:innen, Oberärzt:innen oder Hebammen mitgelaufen - je nachdem, wer gerade zu einer Patientin unterwegs war. Alle waren sehr nett, nur die Zeit war meistens knapp. Man konnte sich immerhin nützlich machen, indem man Blutentnahmen und MRSA-Abstriche macht, aber das waren nicht viele und es war auch nicht verpflichtend.
Noch ein organisatorischer Punkt: Fehltage und Studientage (8 pro Tertial) müssen direkt zu Tertialbeginn konkret angegeben werden. Ist eine bisschen unangenehm, wenn man das vorher nicht weiß, also am besten vorher Gedanken machen und alle Daten auf einen Zettel schreiben.
Bewerbung
Mittlerweile auch über das PJ-Portal
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung Prüfungsvorbereitung Bildgebung
Tätigkeiten
Mitoperieren Untersuchungen anmelden Eigene Patienten betreuen Briefe schreiben