PJ-Tertial Chirurgie in St. Vincenz-Krankenhaus Datteln (11/2025 bis 3/2026)

Station(en)
3links und 3rechts
Einsatzbereiche
Diagnostik, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Station
Heimatuni
Bochum
Kommentar
Geplant sind 8 Wochen ACH und 8 Wochen UCH, kann man aber alles so machen, wie man möchte.

Am 1. Tag gibt es eine Einführung mit Infos, Wäsche, Wohnheim, Führung und Vorstellung im ganzen Haus. Einweisung in die Computersysteme inklusive. Generell ist das ganze Haus, egal welche Fachrichtung oder Stellung man hat wahnsinnig nett, jeder sagt einem hallo und man kann oft mal ein Pläuschen auf dem Flur halten.
Man hat alle 2 Wochen einen Tag frei, den man sich aber so nehmen kann, wie man möchte. Viele nehmen sich die Tage gesammelt oder am Ende.

Ich persönlich war extrem begeistert von der UCH, obwohl ich eigentlich dachte, das wäre nicht so mein Ding. Die Ärzte sind wahnsinnig nett und immer bemüht einem etwas beizubringen. Man ist mit fast allen beim Du und wird als fester Bestandteil des Teams gesehen. Man darf sehr schnell schon einiges selbst machen, wenn man sich gut anstellt und kann sich so immer höher „arbeiten“. Neben dem klassischen BE (fast keine, nur für Eins oder wenn die Sekretärin verstochen hat) und Viggos macht man Bedsidetests, Visite, Verbände, Aufklärungen, Briefe, OP-Berichte (wenn man selbst operiert hat) oder füllt Anträge etc. aus. Man darf eigenständig seine Tätigkeiten in die Kurven eintragen und unter direkter Aufsicht auch Medis anordnen und freigeben. Manchmal wird man morgens vom Chef in der Frühbesprechung mal etwas „geprüft“ aber alles locker und sehr lehrreich! Er gibt auch viele Prüfungstipps! Wenn man sich sehr gut anstellt, darf man im OP, vor allem im AKL (ambulant), selber mit einem Oberarzt Metallentfernungen, K-Drähte etc. machen, aber auch im Zentral-OP darf man neben dem Haken halten auch knoten, nähen, Annahten machen etc.
Ich war zudem auch gerne bei Dr. Behrend, der alle 2 Wochen kommt um Kreuzbänder etc. zu operieren. Auch bohren darf man hier ab und an. Generell sind die OPs gerade beim Chef total lehrreich und man kommt auch oft in die Situation, Dinge kritisch zu hinterfragen und dann mit ihm zusammen zu klären. Falsch ist also nicht gleich falsch, wenn man sich etwas dabei gedacht hat.
Auch in der Ambulanz kann man viel lernen an Untersuchungen und in der ZNA darf man auch nähen, untersuchen, punktieren, Patienten selber betreuen (unter Absprache) und vieles mehr. PDL und Facetteninfiltration sowie Stellschraubenentfernung darf man auch machen, wenn man sich gut anstellt.

Wie mal also sieht, es ist wahnsinnig viel möglich, wenn man Interesse hat und sich reinhängt.
Dienste kann, muss man aber nicht machen, ab und zu fand ich aber, dass sich das gelohnt hat. Man kommt normal um 7:30 und bleibt maximal bis 24:00, der nächste Tag ist frei. Gehen darf man allgemein eigentlich immer, wenn man fragt. Ich bin meist mit den Assis bis 16:00 geblieben, wenn ich mal etwas vorhatte, war aber auch früher nie ein Problem. Die Balance macht es hier einfach.

Nun zur ACH: auch hier sind (fast) alle wahnsinnig nett! Auch hier ist die Planung der Studientage frei, allerdings bitte mit Vorlauf planen, da man hier wirklich in OP gebraucht wird. Hier lag der Fokus auch klar im OP. Man sieht einige vor allem Darm-OPs und bekommt vom Chef auch Dinge erklärt, insgesamt fand ich persönlich die Lernkurve aber sehr flach… Teilweise gehen die OPs über 6h, bitte denkt ans Frühstück! Visite lohnt sich ansonsten noch, und ab und zu mal die Ambulanz. Ich war auch einige Tage komplett in der Radiologie, um vor allem CTs besser interpretieren zu können (war kein Problem, einfach fragen, wenn Interesse da ist), die Radiologen sind auch durch die Bank super! Allgemein darf man leider aber in der VCH sehr wenig selber tun, was sich eher wie eine Famulatur anfühlt, aber ok ist, wenn man nicht gerade Visceralchirurg werden möchte. Schlecht war das jetzt auch nicht, der Kontrast zur UCH war nur einfach sehr stark, weil man da die Rolle des Arztes gelernt hat und in der VCH eher den Assistenten (nicht ärztlich!) gegeben hat. Ich hatte aber auch ein kurzes Gespräch noch nach dem Zeitraum und meine Kritik wurde sehr gut aufgenommen und laut den jetzigen PJlern der ACH auch teilweise angepasst.

Zusammenfassend lohnt sich das Tertial in der Chirurgie hier total! Ich kann es jedem ans Herz legen, wenn man richtig etwas lernen möchte.
Empfehlen würde ich nur die Aufteilung eher 4 Wochen ACH und den Rest UCH zu machen, um das Maximum raus zu holen.

Noch zur Klinik allgemein:
Wohnheim ist direkt auf dem Gelände und umsonst, die Zimmer fand ich super in Ordnung, alles sauber und genug Möbel inklusive Kühlschrank und Waschbecken. Die Bäder sind für alle, aber auch sauber. Nur die Küche ist absolut nicht benutzbar! Ich habe immer abends Brot gegessen.
Man bekommt Frühstück morgens in der Caffete mit Getränk, mittags ein volles Gericht (keine komischen Einschränkungen) ich fand das Essen total ok! Vor allem das Fleisch ist meinst ziemlich gut.
Ansonsten bekommt man aber auf den Stationen aber auch mal was zum snacken ab :)
Die PJler haben einen eigenen großen Raum im UG mit Spinden und PCs sowie Fernseher und Couch, daneben ist eine Küche zum nutzen. Dort stehen auch die Telefone, jeder hat ein eigenes. Kleidung gibt’s aus einem Unimaten Kasak, weiße richtige Hose und Kittel.
Ich hab mich überall mit der Pflege gut verstanden, alle waren nett und offen. Im OP ging es eine klassische OTA, da kann man machen was man will, die mag Studenten einfach nicht. Der Rest ist total süß und lieb! Man kann auch von den ATAs oder anderen viel lernen! Fragt einfach, wenn ihr mal einen DK legen wollt, oder Gipsen oder sowas, die zeigen euch alles.
Parken kann man umsonst gegenüber von der Klinik an einem Sportplatz, wenn man um 7 da ist bekommt man auch immer einen Parkplatz ab.
Bewerbung
PJ Portal, schnell sein lohnt sich, es ist beliebt (frei sind ab und zu mal Radio, Uro und Gyn, lohnt sich wohl auch hier, ganz besonders Radio!)
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Prüfungsvorbereitung
Bildgebung
Repetitorien
Fallbesprechung
Nahtkurs
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Rehas anmelden
Patienten aufnehmen
Röntgenbesprechung
Eigene Patienten betreuen
Punktionen
Mitoperieren
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Braunülen legen
Blut abnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Briefe schreiben
Gipsanlage
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Unterkunft gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
812

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1