Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, OP, Station
Heimatuni
Saarbruecken
Kommentar
Ich bin in meinem Chirurgieterial 4 Wochen in die Kinderchirurgie rotiert.
Ganz allgemeine negative Punkte zu Mainz, wofür die Kinderchirurgen nichts können:
- Kein Schlüssel
- Keine Umkleide
- Kein Spint
- Kein Computerzugang
Wenn man sich dann aber etwas zurechtgefunden hat, kommt man ganz gut zurecht.
Die Kinderchirurgen sind alle wirklich super nett und jederzeit offen und hilfsbereit. Ich durfte in der Poliklinik oft eigene Patienten untersuchen und aufnehmen. Zugänge legen und Blutabnehmen ist eher seltener an der Tagesordnung als bei Erwachsenen. Man wird immer nett gefragt, ob man Blutabnehmen möchte. Bei den ganz Kleinen wird man häufig verschont - man kann natürlich aber immer sagen, dass man es selbst probieren möchte.
In den OP darf man immer mit wenn man mag, allerdings wird man hier nicht wirklich gebraucht. Man darf aber alle Fragen stellen und kriegt auch sehr viel erklärt.
Grundsätzlich habe ich viel in der Notaufnahme und der Poliklinik gelernt. Die klassischen Krankheitsbilder und auch nochmal die Untersuchungstechniken/Sono sitzen danach wirklich gut.
Die Hierarchie unter den Assistenz- und Oberärzten ist sehr flach, alle dutzen sich (bis auf den Chef).
Zu dem Negativen:
Leider am Anfang ziemlich unstrukturiert. Man wird als PJler nicht erwartet und muss am 1. Tag den Raum selbst finden (dieser ist falsch ausgeschrieben). Die Frühbesprechungen gehen ewig, da es vor kurzem einen Teamwechsel gab und vieles über die Maßen besprochen wird. Dort wurde mir allerdings auch freigestellt, ob ich teilnehmen möchte oder nicht.
Fazit:
Ich kann es nur empfehlen. Die ersten paar Tage muss man etwas durchs Chaos durch, aber dann ist es wirklich super! Außerdem wird einem auch die "Angst" genommen Kinder zu behandeln und wie man mit diesen umgeht.