PJ-Tertial Radiologie in Universitaetsklinikum Duesseldorf (1/2024 bis 4/2024)

Station(en)
Diagnostische und interventionelle Radiologie
Einsatzbereiche
Diagnostik
Heimatuni
Duesseldorf
Kommentar
Organisation
Die PJ-Rotation ist sehr gut strukturiert und gleichzeitig flexibel gestaltbar. Eine Rotation durch verschiedene Bereiche der Radiologie ist möglich, darunter Röntgen, allgemeine Radiologie, Neuroradiologie, muskuloskelettale Radiologie sowie interventionelle Radiologie. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein bis zwei Wochen in der Kinderradiologie zu verbringen, wo vor allem Sonografie durchgeführt wird.
Die einzelnen Rotationen dauern in der Regel etwa zwei Wochen, können jedoch je nach persönlichem Interesse individuell angepasst werden, zum Beispiel mit längerer Zeit in der Neuroradiologie oder interventionellen Radiologie.
PJ-Studierende erhalten vollständigen Zugang zu PACS, RIS und KIS und werden frühzeitig in das eigenständige Befunden eingebunden. Assistenzärzte sind die primären Ansprechpartner; zu Beginn werden Befunde überprüft und korrigiert, im Verlauf kann man nach Rücksprache mit Oberärzten die Befunde auch direkt an diese weiterleiten.
Die Arbeitszeit liegt ungefähr zwischen 8:00 und 16:00 Uhr, mit täglicher Pause, deren Zeitpunkt flexibel gehandhabt wird.

Lehre
Offiziell sind zwei PJ-Unterrichtseinheiten pro Woche vorgesehen, eine in allgemeiner Radiologie und eine in Neuroradiologie. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung findet in der Praxis meist nur eine der beiden Einheiten statt.
Besonders hervorzuheben ist die regelmäßige Lehre durch einen externen Professor, einen ehemaligen Chefarzt aus Mönchengladbach, der einmal wöchentlich für Besprechungen und Lehre anwesend ist. Zwar richtet sich das Angebot primär an neue Assistenzärzte, jedoch nimmt er sich stets zwei bis drei Stunden gezielt Zeit für PJ-Studierende. Die Lehre ist sehr strukturiert, fallbasiert und didaktisch hochwertig; Interesse und aktive Mitarbeit werden erwartet.
Zusätzlich gibt es donnerstags um 16:00 Uhr eine Fortbildung für Assistenzärzte von etwa 30 bis 45 Minuten, an der PJ-Studierende jederzeit teilnehmen können.
Sehr lehrreich sind außerdem die zahlreichen täglichen Demos, zum Beispiel aus Orthopädie oder Neuroradiologie, bei denen Fälle interdisziplinär besprochen werden. Die Assistenzärzte stellen die Patienten vor, Oberärzte sind anwesend, wodurch man viele komplexe und praxisrelevante Fälle sieht.

Pro
- Sehr angenehme und wertschätzende Arbeitsatmosphäre
- Trotz hoher Arbeitsbelastung ausgesprochen freundliche Assistenzärzte, die sich bemühen, Zeit für Lehre zu finden
- Die meisten Oberärzte sind hilfsbereit, zugänglich und lehrorientiert
- Große Flexibilität in der Gestaltung des PJs mit Einblick in eine breite radiologische Versorgung
- Unikliniktypisch sehr komplexe Fälle aus allen Fachrichtungen, inklusive vieler Interventionen wie Angiografien und Drainagen sowie Schockraum- und Polytraumaversorgung
- Aktive Einbindung in den Arbeitsalltag mit eigenständigem Befunden statt reinem Zuschauen
- Klare Kommunikation, dass PJ-Studierende primär zum Lernen da sind und keine Verantwortung für das Abarbeiten der Liste tragen
- Stetige Lernkurve durch tägliches Befunden und viele Möglichkeiten, sich bei Eigeninitiative fachlich weiterzuentwickeln

Contra
- Insgesamt hohe Arbeitsbelastung im Institut, wodurch einzelne PJ-Lehreinheiten ausfallen können
- Spürbarer Zeitdruck bei den Assistenzärzten, insbesondere in arbeitsintensiven Phasen
- Begrenzte Anzahl an Befundungsarbeitsplätzen; zeitweise stehen nicht genügend Monitore für alle PJler und Famulanten zur Verfügung
- Alternativ können Arbeitsplätze in einzelnen Büros genutzt werden, dort befundet man jedoch zunächst allein und bespricht die Fälle später mit Assistenzärzten (in den ersten Monaten war meist problemlos ein Arbeitsplatz im Assistentenbüro zu finden, gegen Ende des PJs wurde dies etwas schwieriger)

Fazit
Insgesamt ein sehr empfehlenswertes PJ-Tertial für alle, die sich ernsthaft für Radiologie interessieren und aktiv mitarbeiten möchten. Trotz hoher Arbeitsbelastung bietet das Institut eine sehr gute Lernumgebung mit viel Eigenverantwortung, einer steilen Lernkurve und breiten Einblicken in alle Bereiche der Radiologie.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Briefe schreiben
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
570

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.4