Organisation & Ablauf
Das Team ist supernett und man wird vom ersten Tag an sehr herzlich aufgenommen. Schon zu Anfang wird man als „eigener Patient/Patientin“ geführt, um die verschiedenen therapeutischen Angebote selbst auszuprobieren. Das hilft enorm, ein Verständnis für die Wirkung der Therapien zu bekommen – vom Moorbad über den Slingtrainer bis zum Aquafitness. Danach hat man ein gutes Bild, was man eigentlich verordnet und welche Therapien für wen sinnvoll sind und welche Patientinnen und Patienten sich eher über- oder unterfordert fühlen würden. Aber auch um einen Einblick in die ganze Sozialmedizin zu haben, damit man in der Visite auch versteht worum es geht.
Ein typischer Tag beginnt zwischen 8-9 Uhr, de oberärztliche Visite beginnt dann um 9 auf den Stationen. Danach folgt eine Mittagspause, in der man sich im Speisesaal kostenlos Mittagessen (gratis für PJ-Studierende!) holen kann. Nachmittags finden orthopädische und internistische (insb rheumatologische) Konsile statt, Man hat die Möglichkeit, bei allen Konsilen dabeizusein, Fragen zu stellen und auch körperliche Untersuchungen durchzuführen oder zu sonographieren. Ich war mehr mit Dr. Alexander Gankovych (OA Orthopädie) unterwegs, der mir immer geduldig Fragen beanwortet, mich sonografieren lassen oder mit mir Röntgenbilder interpretiert hat.
Aufgaben
Man hat keine festen Aufgaben, sondern es geht nach der Divise alles kann, nix muss. Die Studierenden sind hier nur zusätzlich da und sollen tatsächlich Dinge lernen. Man muss keine Blutabnahmen machen, man kann aber. Man muss keine Patienten oder Patientinnen aufnehmen, man sollte aber, da Amelie Staudacher einen da ganz sanft ranführt und gute Tricks hat seine Untersuchung zu optimieren, sodass man am Ende endlich nichts mehr vergisst, sondern ein Schema der orthopädischen Untersuchungen im Kopf hat, welches man auch im Schlaf anwenden kann und logisch strukturiert ist. Man kann zu Abschlüssen gehen, man muss nicht. Man kann bei den Therapeutinnen und Therapeuten vorbeischauen und ggf. mitmachen, man muss nicht. Man kann zu den Konsilen gehen (Sono, Röntgen, manuelle Therapie, Taping, Medikamentenanpassung), man muss nicht.
Betreuung
Amelie Staudacher als Ansprechpartnerin für PJ-Studierende ist wie ein Mamabär, die einen beschützt und gleichzeitig die notwendigen Pushs gibt und bei der ich mich absolut wohl und sicher aufgehoben gefühlt habe. Ich bin mir sicher, dass, hätte mich etwas gestört, ich es bei ihr hätte ansprechen können und sie hätte eine Lösung geschaffen. Aber sollte Amelie Staudacher mal nicht im Haus sein, dann nimmt einen das restliche Team unter die Fittiche ;)
Lehre
Es gibt keine festgelegten Lehrveranstaltungen, aber jede Person beantwortet dir Fragen. Mit Amelie Staudacher und Dr. Alexander Gankovych habe ich einige spontane Lernsessions gehabt, wo wir diverse medizinische Themen durchgesprochen haben. Mit beiden kann man mit Spass viel lernen. Ich war vor Beginn der Visite meist mit Amelie Staudacher (ist auch Physio und hat sehr wissende Augen) unterwegs und bin dann nach der Visite zu Dr. Alexander Gankovych für die orthopädischen Konsile gegangen.
Fazit
Man ist hier kein „Blutabnehmer“, sondern wird als Teil des Teams gesehen. Durch das freundliche Klima, die gute Betreuung und das tolle therapeutische Umfeld kann ich dieses Haus uneingeschränkt weiterempfehlen!