Vorab: Ich kann das Chirurgie-Tertial in Pfaffenhofen jedem weiterempfehlen!
Was direkt positiv auffällt ist, dass man sich das Tertial so gestalten kann, wie man es möchte.
Die Rotationen spricht man mit den anderen PJlern ab wodurch man alles individuell planen kann und nie zu viele PJler auf einer Station sind.
Die verschiedenen Rotationen sind:
- Notaufnahme: Patienten eigenständig anamnestizieren, untersuchen, Diagnostik anmelden, Briefe schreiben/ aufnehmen und auf Station weiterbetreuen. Zudem ist es immer möglich bei spannenden Fällen in der Unfallchirurgie/ Inneren Medizin wie Schockräumen mitgenommen zu werden.
- Station: mit auf Visite gehen und dokumentieren, Patienten untersuchen, Untersuchungen anmelden, Briefe schreiben, Magensonden legen, Thoraxdrainagen ziehen, ggf. Wundversorgung. Alles ist erstmal angeleitet und man kann generell jederzeit Fragen stellen oder einen Assistenzarzt mitnehmen, wenn man sich unsicher ist. Es gibt einen Blutentnahmedienst, daher bleiben für PJler nur schwere Blutentnahmen, sowie die aus dem ZVK und Zugänge legen - auch hier helfen die Assistenzärzte, wenn es mal mehr sein sollte oder man es nicht schafft.
- OP: Man kann immer mit in den OP, wenn man an etwas interessiert ist und sich meist auch mit an den Tisch stellen. Zudem wird man hin und wieder auch fest eingeplant. Sollte man besonders viel Interesse am OP haben, kann man das explizit sagen und steht entsprechend häufiger als Assistenz mit am Tisch.
- Unfallchirurgie: Ich war 4 Wochen in der UCH und empfand die Zeit als sehr lehrreich. Hier hatte ich mich primär für die Notaufnahme und den OP entschieden. In der NA kann man selbstständig untersuchen, schallen, Diagnostik anmelden, Briefe schreiben und vor allem auch das Versorgen von Wunden lernen. Im OP habe ich mich vor allem an Oberärzte gehalten, die mir viel erklärt und mich aktiv eingebunden haben.
Bei Interesse kann man auch mit in die Diagnostik oder auf ITS gehen und im PJ Unterricht der Inneren Medizin ist man auch als chirurgischer PJler willkommen. Der chirurgische PJ Unterricht findet einmal pro Woche statt, wird von den Ärzten der ACH und UCH gehalten und ist meist eher interaktiv, wodurch es nie langweilig wurde.
Es gibt keine expliziten Studientage mehr, man kann aber PJ-Dienste machen, welche bis max. 23.00 Uhr gehen - dafür hat man den Folgetag frei.
Der Umgang ist überall freundlich und ich wurde als PJlerin sehr herzlich in die Teams der einzelnen Stationen aufgenommen.
Wer also Lust auf Teamarbeit hat und sein chirurgisches Tertial individuell gestalten möchte, ist in Pfaffenhofen super aufgehoben!