PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Universitaetsklinikum Tuebingen (6/2025 bis 8/2025)

Station(en)
39
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Tuebingen
Kommentar
Ich habe mich für eine achtwöchige Rotaiton auf die Intensivstation 39 entschieden, da ich im gesamten Studium vorher keine Bezugspunkte zur Intensivmedizin hatte und gerne diese Abteilung näher kennenlernen wollte. Auf der Station 39 werden Neurochirurgie und Thorax-/Herzchirurgie Patienten betreut. Man kann sich nach einigen Tagen Eingewöhnung einen "Mentor" aus dem dort ärztlich tätigen Team aussuchen und sich dessen Schichtdienst anpassen. Da sollte man einfach schauen, dass man sich jemanden aussucht, mit dem man gut zurecht kommt und dessen Schichtdienst einem passt. Allerdings war mein Eindruck, dass dort faster jeder AA oder FA einem als Mentor etwas beibringen möchte.
In der Frühschicht erfolgt nach der manchmal etwas langwierigen Übergabe eine Visite. Danach kann man je nach Arbeitsaufkommen meist die Patienten mal durchsonografieren - hier kann man mal wirklich alles ungestört ausprobieren, ohne dass es den Patienten (intubiert) stört und gleichzeitig dem betreuuenden Arzt auch noch helfen. Die absolute Ausnahme war Blutabnehmen oder einen Zugang legen - das übernimmt meist die Pflege, die zudem ziemlich kompetent ist. Man muss sich nur jedem mal ordentlich vorstellen und es ihnen nicht übel nehmen, wenn sie einen mal nicht beachten, weil dort auf der Station wirklich viele Studenten rumspringen und dann auch noch mit hoher Frequenz rotieren. Meine Lernziele waren vielmehr: Arterienpunktion, ZVK legen, Kardiovertieren und Reanimieren. All dies konnte ich in den acht Wochen auch erleben. Vor allem für die Reanimationserfahrung bin ich wirklich dankbar und erleichert, das bereits während des Studiums gemacht zu haben. Dank des überaus kompetente Facharztes, war das eine gute und lehrreiche Erfahrung. Auch bei diesem Arzt hatte ich die Möglichkeit bekommen, eine Tagschicht als Notarzt zu absolvieren. Das war auch ziemlich spannend. Auf der Intensivstation kann man außerdem die Patienten des Mentors sozusagen "übernehmen und betreuen" und diese auch bei den Übergabgen den anderen Ärzten übergeben, wenn man möchte. Alles kann, nichts muss. Die Oberärzte und der Chefarzt sind im Grunde auch gewollt Teachings durchzuführen - kann man aber nicht immer drauf zählen. Man sieht mal wirklich komplexe Patientenfälle, in die man sich auch einarbeiten kann und möchte. Die Intensivmedizin ist ein bisschen eine eigene Welt, aber im Grunde aus meiner Sicht für jeden Studenten mal Pflicht, vorbeizuschauen. Auf Station 39 kann ich das persönlich nur empfehlen, andere PJler werden das Arbeitsspektrum dort als manchmal langweilig ansehen, gerade wenn sie auf anderen Stationen vorher viel in Eigenverantwortung gemacht haben. Aber wie gesagt: Wenn man ein gutes Verhältnis zum Mentor hat und sich gut anstellt, wird das auch auf der Intensivstation möglich sein.
Bewerbung
Bewerbung per Wunschzettel uniintern ca. 4 Wochen vorher
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
EKG
Patientenvorstellung
Repetitorien
Fallbesprechung
Bildgebung
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen
Punktionen
Botengänge (Nichtärztl.)
Patienten untersuchen
Braunülen legen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gesammelt am Ende
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
554

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.27