Meine Zeit am Limmi hätte besser kaum sein können. Ich habe mein erstes Tertial im Rahmen meines KPJs für vier Monate an der Klinik für Orthopädie, Traumatologie und Handchirurgie absolviert. Die Zeit dort war wirklich großartig, sehr lehrreich und insgesamt eine der besten Erfahrungen meines bisherigen Studiums. Als Lehrspital der Universität Zürich bietet das Spital Limmattal eine hervorragende Ausbildungsqualität, eine angenehme Arbeitsatmosphäre und ein sehr hohes Engagement in der Lehre.
Integration ins Team & Arbeitsatmosphäre:
Als Unterassistentin ist man von Beginn an ein fester Bestandteil des Teams. Das gesamte Team ist sehr aufgeschlossen, kompetent und jederzeit bereit, Wissen weiterzugeben und Fragen zu beantworten. Ich habe mich stets wertgeschätzt und sehr wohl gefühlt. Früh durfte ich Verantwortung übernehmen und hatte immer das Gefühl, wirklich dazuzugehören. Die Lernatmosphäre war durchweg positiv, fördernd und respektvoll.
Einsatzbereiche & Tätigkeiten:
Der Einsatz erfolgt hauptsächlich auf den Stationen und im OP, wobei jederzeit die Möglichkeit besteht, in den Ambulanzen und Sprechstunden mitzulaufen.
Auf Station umfassten meine Tätigkeiten unter anderem:
- Betreuung von Patient:innen in der prä- und postoperativen Phase
- Anmeldung von Rehazeugnissen und weiterer Diagnostik
- Telefonate mit anderen Fachabteilungen sowie Angehörigen
- Regelmäßige Visiten
- Teilweise eigenständige Betreuung von Patient:innen unter ärztlicher Supervision
- Unterstützung der Assistenzärzt:innen im Stationsalltag
- Täglich findet um 7:30 Uhr ein Morgenrapport sowie um 16:00 Uhr ein Nachmittagsrapport statt. Bei diesen Rapports stellen die Unterassistent:innen die Patient:innen vor, die am Folgetag operiert werden.
OP-Erfahrung:
Im OP war ich regelmäßig als erste oder zweite Assistenz eingeplant. Die Tätigkeiten waren sehr abwechslungsreich und reichten von Hakenhalten über Kameraführung bei arthroskopischen Eingriffen bis hin zum Nähen / Klammern und durchführen der postoperativ Röntgenbilder. Die Zusammenarbeit im OP – sowohl mit den Ärzt:innen als auch mit den OTAs – war immer sehr angenehm und von einer tollen Teamatmosphäre geprägt.
Pikettdienste:
Die Pikettdienste werden abwechselnd von jeweils einem Unterassistenten übernommen. Die Anzahl der Dienste variiert je nach Anzahl der Unterassistent:innen auf den chirurgischen Stationen. Pro Dienst erhält man 40 CHF, unabhängig davon, ob man tatsächlich gerufen wird oder nicht.
Lehre & Fortbildung:
Es finden regelmäßig Fortbildungen für Assistenzärzt:innen statt, an denen Unterassistent:innen jederzeit gerne teilnehmen dürfen. Vereinzelt gibt es auch praktische Trainings. Alle Ärzt:innen im Team sind jederzeit offen für Fragen und nehmen sich gerne Zeit für Erklärungen, was die sehr gute Lehrqualität zusätzlich unterstreicht.
Arbeitszeiten:
Die reguläre Arbeitszeit beträgt 42 Stunden pro Woche. Je nach persönlichem Engagement kann man selbstverständlich auch länger bleiben, um bei verbleibender Stationsarbeit zu unterstützen.
Fazit:
Meine Zeit an diesem Spital war die beste Erfahrung, die ich mir für mein erstes Tertial hätte wünschen können. Die Abteilung bietet eine hervorragende Mischung aus strukturierter Lehre, praktischer Ausbildung und einer wertschätzenden, kollegialen Atmosphäre. Ich bedaure sehr, dass die vier Monate so schnell vergangen sind, und würde jederzeit wieder an dieses Spital zurückkehren. Diese Abteilung kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen.
Bewerbung
ca. 1 1/2 - 2 Jahre im Voraus, jedoch auch vereinzelt kurzfristig möglich