Zu Beginn meines PJs in der Neurologie am kbo-Inn-Salzach-Klinikum wurde ich sehr herzlich begrüßt, durch die Klinik geführt und überall vorgestellt. Das pflegerische sowie ärztliche Team war sehr freundlich und wertschätzend. Fragen durften jederzeit gerne gestellt werden. Das Teaching im klinischen Alltag war proaktiv von Seiten der Oberärzt/innen und des Chefarztes. Dies ist mir sehr positiv aufgefallen, da ich es von anderen Kliniken so nicht kannte. Nach einigen Wochen Einarbeitung durfte ich eigene Patienten betreuen (in Rücksprache mit den behandelnden Oberärzt/innen), diese bei Besprechungen/Visite vorstellen, Arztbriefe schreiben, Untersuchungen und Medikamente anordnen sowie Patient/innen aufnehmen. Während meiner Tätigkeit war ich in den verschiedenen Bereichen der Normalstation, Stroke Unit sowie Notaufnahme eingeteilt, konnte aber jederzeit auch frei wählen und beispielsweise der Sprechstunde beiwohnen oder bei diagnostischen Untersuchungen (Elektrophysiologie, etc.) zuschauen. Liquorpunktionen durfte ich unter Aufsicht selbstständig durchführen. Wöchentlich gab es die Möglichkeit für PJler/innen und Assistenzärzt/innen eine Kurzfortbildung „Neurologie am Mittag“ wahrzunehmen. Dabei wurden verschiedene neurologische Themen durchgesprochen, was eine gute Prüfungsvorbereitung für das M3 darstellte. Mitunter wurde dieser Unterricht durch den Chefarzt sogar für mich allein gehalten. Die Atmosphäre war stets sehr angenehm und es ging darum, etwas zu lernen und nicht schon alles zu wissen.
Die Blutentnahmen auf der Station wurden von Stationsassistentinnen durchgeführt. Bei Interesse/für Übungszwecke konnte man sie dabei unterstützen (aber kein Muss!). Die Arbeitszeit wurde elektronisch erfasst (40h/Woche). Nach Rücksprache mit dem Chefarzt bestand die Möglichkeit Studientage zu nehmen. Mittagessen war kostenlos möglich und bei Bedarf wird ein kostenloses Zimmer im Wohnheim gestellt.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mein Tertial in der Neurologie am kbo-Inn-Salzach-Klinikum der krönende Abschluss meines PJs war. Das selbstständige und eigenverantwortliche Arbeiten war eine optimale Vorbereitung für den Berufsalltag und hat dazu geführt, dass ich mich nun „gewappneter“ für die Tätigkeit als Assistenzärztin fühle. Auch das tolle zwischenmenschliche Arbeitsklima hat mich begeistert! Ich habe bisher nichts Vergleichbares erlebt! Absolute Empfehlung!