Mein PJ Tertial am anderen Ende der Welt war wunderschön. Die Insel ist traumhaft und das Krankenhaus gut ausgestattet.
Zur Klinik: Das Centre Hospitalier liegt in Dumbéa, ein Vorort von der Hauostaft Nouméa. Es hat französischen Standarts und auch die meisten Ärzte sind aus Frankreich. Es ist das größte Krankenhaus in der gesamten Umgebung und von einigen umliegenden Inseln werden Patienten eingeflogen. Aufgrund der Aufstände 2024 hat das Krankenhaus leider einige Personalprobleme, es kommen jetzt nach und nach jedoch wieder mehr Ärzte und Pfleger. Es sind alle sehr sehr nett, jeder freut sich das man da ist und man wird schnell ins Team eingebunden.
Ich war in der Visceralchirurgie und durfte meine Aufgaben sehr frei aussuchen. Man kann immer mit in den Op, dort auch immer steril mit am Tisch stehen, assistieren, nähen usw. Nur Hakenhalten is hier Fehlanzeige. Das gesamte Personal ist sehr nett und wenn man möchte bekommt man viel erklärt. Dafür sind gute Französischkentnisse natürlich von Vorteil(Englisch ist da leider nicht so möglich, aber alle geben sich Mühe und wenn man mal etwas nicht versteht versuchen sie es so gut es geht zu erklären). Man konnte immer mit auf Visite und in die Consultaions und die Ärzte dort begleiten. Allgemein herrscht eine lockere Stimmung ungeheuer freut sich wenn man da ist. Man kann auch bei allen anderen Fachrichtungen mitgehen und sich bei allen chirurgischen Richtungen mal durchtesten.
Insgesamt waren wir 3 PJler in der ganzen Klinik. Französische Interns kommen alle halbe Jahre.
Zur Insel:
Wenn man nicht arbeitet kann man die wunderschöne Insel erkunden( dafür benötigt man ein Auto- ich habe bei Hertz eins geliehen, das war super). Es gibt paradiesische Strände(ich habe noch nie schönere gesehen), man kann Kiten, Tauchen, Schnorcheln, Sonnen usw….
Im Landesinneren gibt es tolle Wanderrouten und die Kanak Kultur ist wahnsinnig interessant(wir haben bei einem Tribu übernachten können). Außerdem gibt es viele Cowboys auf Neukaledonien, die man immer wieder auf Festen trifft. Es gibt viele verschiedene endemische Tier und Pflanzenarten die man nur auf Neukaledonien findet, die Lagune ist die größte der Welt und wer Natur mag, wird auf Neukaledonien glücklich
Leider ist die Insel recht teuer, essen gehen und einkaufen kann kostspielig werden( wenn man ein wenig aufpasst, dann ist es trotzdem gut bezahlbar). Es lohnt sich.
Neukaledonien war eine unvergessliche Zeit, und ich kann jedem empfehlen ein Tertial dort zu machen!
Bewerbung
Ich habe mich 2 Jahre im Voraus direkt beim Krankenhaus beworben. Es geht allerdings deutlich spontaner, ich war nur sehr früh dran. Einfach per Mail an: [email protected] Die Klinik hat mir sehr schnell geantwortet, sie sind super organisiert und deutsche Studenten gewöhnt.
Man bekommt Dokumente zugeschickt und kurz vor Tertialbeginn meldet sich die Klinik erneut bei einem.
Auf Neukaledonien gibt es nur das Krankehaus und keine Uni. Es ist ein Partnerkrankenhaus der Uni Bordeaux. Mit der Uni muss die entsprechende Unterschrift per Mail beantragt werden. Auch das geht problemlos(Cave es muss das Orginal sein, lasst es euch direkt zuschicken)
Für Neukaledonien benötigt man kein Visum, was die Anreise sehr einfach gestaltet. Es gibt verschiedene Flug-connections, ich bin über Quatar geflogen. Die Anreise ist lang und Teuer, darüber muss man sich im klaren sein (es lohnt sich!)
Ich habe meine WG über Air B&B gefunden, Facebook ist aber auch ein guter Ort.