Wer viel in den Unfallchirurgischen OP will, ist hier richtig.
Es gab keine PJ-Seminare.
7 Uhr Beginn mit Visite. Da oft MFAs fehlten anschließend manchmal Blutentnahmen und Flexülen, dann teils auch für mehrere Stationen. Sonst eigentlich morgendliche Röntgen Demo. Danach hauptsächlich OP, immer direkt eingeteilt. Zur ersten OP geht man selbstständig, danach wurde man angerufen. Von Knie Arthroskopien, über Schulter, Fuß, Unterarm, Wundrevision und natürlich Hüft-TEPs alles dabei, häufig auch als 2. Assistenz, bei größeren OPs als 3. Assistenz. Je nach Operateur*in Klima unterschiedlich, es wird bei den meisten aber auch viel gelacht und geht sehr locker zu. Lustiges Team, essen gemeinsam Mittag nach Möglichkeit. Fragen kann man stellen, strukturiertes Teaching fand nicht statt.
Wenn ich nicht im OP eingeteilt war (also eher selten) bin ich in die Notaufnahme gegangen. Da hab ich viel unterstützt, gelernt Briefe anzulegen, Röntgen anzumelden etc., am Ende eigene Patienten betreut. Viele Platzwunden genäht, weil ich das am ersten Tag glücklicherweise mit einem netten Facharzt am Schwamm geübt hatte und er sehr zufrieden mit meinem Ergebnis war. In der Notaufnahme konnte ich auch mit in den Schockraum, in die Ecke stellen zum zugucken, sehr spannend.
Notaufnahme hat mir mit Abstand am Spaß gemacht.
Pünktlicher Feierabend öfter mal nicht möglich. Dafür hab ich dann mal einen Ausgleichstag freigenommen und vorher dafür bei der OP Koordination angerufen. Da kurz vor Feierabend noch die Nachmittagsbesprechung stattfindet, bleibt man auch länger wenn man hingeht. Fand ich langweilig und war viel Orgs Kram, hab ich öfter geskippt.
Im Vertrag steht eine 38.5h Woche bei 400€/Monat. Fürs Mittagessen gibt es Essensmarken mit Vorsuppe oder Nachtisch und Hauptspeise. Kein Studientag.
Bewerbung
Kontaktaufnahme über OA Grüninger etwa 8 Monate (?) Vorher, danach über offizielle Website beim Personalmanagement beworben.