PJ-Tertial Anästhesiologie in Zentralklinikum Suhl (9/2025 bis 12/2025)

Station(en)
OP, Intensivstation 44
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Hamburg
Kommentar
Ich habe mein Anästhesie-Tertial am SRH Zentralklinikum Suhl absolviert und kann diese Abteilung uneingeschränkt weiterempfehlen.
Bereits die Bewerbung und der Kontakt zum PJ-Beauftragten verliefen absolut unkompliziert, schnell und sehr freundlich. Der erste Tag war als strukturierter Einführungstag organisiert und begann um 9 Uhr. An diesem Tag wurden alle bürokratischen Angelegenheiten erledigt, ein Rundgang durch das gesamte Haus durchgeführt und jeder PJler den jeweiligen Chefärzten persönlich vorgestellt. Dadurch fühlte man sich von Beginn an sehr willkommen und gut integriert.
Das Tertial war sinnvoll in zwei Abschnitte je 8 Wochen unterteilt: OP-Bereich und Intensivstation. Insgesamt herrschte in beiden Bereichen eine sehr angenehme, wertschätzende und kollegiale Arbeitsatmosphäre. Das gesamte Team – vom Pflegepersonal über Assistenz-, Fach- und Oberärzte bis hin zum Chefarzt – war ausgesprochen freundlich, motiviert und engagiert. Jeder war bemüht, einem etwas zu zeigen und aktiv beizubringen.
OP-Bereich
Im OP wurde ich jeden Morgen in der Frühbesprechung entweder einem Saal bzw. einem Arzt zugeteilt oder durfte selbst aussuchen, welche Eingriffe oder Schwerpunkte mich interessierten. Ich durfte sämtliche anästhesiologischen Aufgaben übernehmen, darunter das Legen peripherer Zugänge, die Gabe von Medikamenten, Maskenbeatmung, Intubationen sowie das Schreiben der OP-Protokolle etc.
Ein kleiner Kritikpunkt war, dass ich häufig täglich einer neuen Person zugeteilt war, die meinen aktuellen Lernstand nicht immer kannte. Dies ließ sich jedoch problemlos ausgleichen, da die Oberärzte jederzeit ansprechbar waren und mich gezielt fördern, Dinge zeigten oder mir Aufgaben übertragen haben. Insgesamt hat mir die Arbeit im OP sehr viel Spaß gemacht. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass der Chefarzt etwa einmal pro Woche gezielten Unterricht angeboten hat, der sehr gut auf das M3 vorbereitet. Da er selbst M3-Prüfer ist, war dieser Unterricht fachlich extrem wertvoll.
Intensivstation
Auch auf der Intensivstation herrschte ein sehr offenes, engagiertes und lehrreiches Arbeitsklima. Ich durfte früh praktisch tätig werden, unter anderem beim Legen von ZVKs und arteriellen Zugängen. Schnell wurden mir auch eigene Patienten anvertraut, inklusive körperlicher Untersuchungen, Verlaufs- und Behandlungsplanung sowie der Anforderung von Diagnostik – selbstverständlich immer in enger Rücksprache mit den Fach- und Oberärzten vor Ort. Diese eigenständige, aber gut betreute Arbeit hat mir fachlich enorm viel gebracht und sehr viel Spaß gemacht.
Insgesamt verging die Zeit viel zu schnell, und ich war am Ende tatsächlich traurig, dass das Tertial bereits vorbei war. Die Anästhesie am SRH Zentralklinikum Suhl ist eine sehr empfehlenswerte Abteilung, sowohl menschlich als auch fachlich. Ich fühle mich wirklich gut auf das M3 vorbereitet und habe sehr viel gelernt, was mir für meine zukünftige ärztliche Tätigkeit nachhaltig helfen wird.
Bewerbung
über das PJ-Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Bildgebung
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen
Punktionen
EKGs
Röntgenbesprechung
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Untersuchungen anmelden
Blut abnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
878

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
2
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.13