PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Freeman Hospital (4/2025 bis 6/2025)
Station(en)
Colorectal
Einsatzbereiche
OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich habe zwei Monate in der Allgemeinchirurgie am Freeman Hospital verbracht.
Das Department ist in Colorectal und HPB gegliedert, wobei mein Consultant mit zwei anderen Consultants, das Colorectal Team gebildet hat.
Hier konnte man recht frei entscheiden, wie man den Tag verbringt.
Morgens gab es immer eine Visite der Registrars mit dem F1s, so dass man einmal alle Patienten gesehen hat.
Anschließend konnte man in den OP gehen. Mein Supervisor hatte immer freitags OP-Tag und dienstags clinic.
Im OP durfte ich mich immer bei ihm einwaschen und assistieren, teils durfte ich dies auch bei den anderen Consultants.
In der Clinic haben wir selbständig Patienten gesehen und diese dann meinem Supervisor vorgestellt und am Ende auch die Arztbriefe geschrieben.
Von der Sekretärin bekommt man am Anfang einen Wochenplan zugeschickt, an dem man sich zusätzlich grob orientieren kann.
Unterkunft:
Ich konnte ein Zimmer in der staff accommodation nähe der Uni bekommen. Mein Zimmer war recht groß, frisch renoviert und mit dem nötigsten ausgestattet. Es war alles sehr sauber und ich habe auch mit den Mitbewohnern Glück gehabt. Meistens haben wir in dem Haus, das für 8 Leute ausgelegt war, nur zu dritt oder viert gewohnt.
Nur die Heizungen waren für deutsche Verhältnisse sehr gewöhnungsbedürftig. Mir war es oft zu kalt in meinem Zimmer.
Transport:
Wir durften den Bus, der zwischen dem RVI und dem Freeman Hospital pendelt, kostenlos benutzten, so dass ich mir kein ÖPNV Ticket gekauft habe. Dieses ist recht teuer und deckt auch nicht alle Busse/Bahnen ab. Andere Studenten haben sich aber online auch ein günstiges Fahrrad gekauft.
Fazit:
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem PJ-Platz in Newcastle. Mein Supervisor war wahnsinnig freundlich und Studenten sehr zugewandt. Auch meine praktischen Fähigkeiten habe ich deutlich ausbauen können. Natürlich war das nicht bei jeder OP so, aber nach acht Wochen hatte ich das Gefühl, die Grundfähigkeiten im OP zu beherrschen. Wer darüber hinaus mehr lernen möchte, sollte sich vielleicht nach einem anderen PJ-Platz umschauen.
Auch der Zusammenhalt mit den anderen Studierenden und die landschaftlich tolle Lage von Newcastle haben mir gefallen.
Die Attraktivität des Chirurgie-Tertials in Newcastle ist aber gleichzeitig auch der einzige große Nachteil. Dadurch waren wir teils super viele deutsche Studenten im OP.
Bewerbung
Der Aufenthalt wurde sehr gut durch die Universität Newcastle und das electives team organisiert. Man musste sich zuerst einen Supervisor suchen. Hatte man von diesem die Zusage, konnte man seine Unterlagen bei der Uni einreichen. Das einzig Aufwendige waren das Sprachzeugnis und das erweiterte Führungszeugnis, was verlangt wurde. Ich habe etwa ein Jahr vor meinem Aufenthalt angefangen mich zu bewerben und direkt von meinem Supervisor eine Zusage erhalten.