Ich kannte das Klinikum bereits aus meinen absolvierten Famulaturen und war stets sehr zufrieden. Aus diesem Grund entschied ich mich, mein Tertial Innere Medizin in Suhl zu absolvieren. Besonders hervorzuheben ist die im Vergleich zu anderen Kliniken sehr gute Organisation.
Das Tertial beginnt mit einem Einführungstag für alle Famulanten und PJ´ler. Beginn am ersten Tag ist um 9:00 Uhr. Zunächst erfolgt das gemeinsame Ausfüllen der Verträge und Verordnungen. Anschließend findet eine Führung durch das gesamte Haus statt, Ausgabe der Arbeitskleidung, Zuweisung der Umkleiden sowie Vorstellung bei den Chefärzten bzw. den zuständigen Ärzten der jeweiligen Abteilungen mit Absprache des ersten Arbeitstages. Abschließend gab es ein gemeinsames Mittagessen.
Steven Zedlack ist am Klinikum der zentrale Ansprechpartner für alle Famulanten und PJ´ler. Es wurde stets betont, dass Wünsche offen geäußert werden sollen und auch kurze Hospitationen in anderen Fachabteilungen möglich sind. Vorschläge zur Rotation wurden bei mir vollständig berücksichtigt.
Der Arbeitstag in der Inneren Medizin beginnt um 8:00 Uhr mit der Frühbesprechung. Der ZNA-Dienst übergibt die Fälle der Nacht, wöchentlich finden in der Regel kurze Weiterbildungen statt und es erfolgt eine kurze Besprechung der Dienste. Anschließend teilen sich die Fachabteilungen auf.
Meine Rotation begann mit zwei Monaten Pneumologie. Das gesamte ärztliche und pflegerische Personal war sehr nett, und die Zeit auf dieser Station hat mir viel Spaß gemacht. Neben der Stationsarbeit waren alle Ärzte sehr bemüht, viel zu zeigen, beispielsweise bei Bronchoskopien, EBUS-Untersuchungen (immer dienstags) und Punktionen. Blutentnahmen und das Legen von Flexülen wurden durch eine Arzthelferin durchgeführt und war meinerseits nur selten nötig.
Anschließend konnte ich in die ZNA rotieren. Dort gab es sehr viel zu tun, viele Untersuchungen durchzuführen, und nach kurzer Zeit konnte ich nach Rücksprache eigenständig Patienten betreuen. Anfangs wurden auch pflegerische Tätigkeiten wie EKG-Schreiben und das Legen von Zugängen an PJ´ler delegiert, bis alle dies sicher beherrschten. Wenn man engagiert ist, wird großer Wert darauf gelegt, dass man viel sieht und selbstständig arbeiten kann. So konnte ich Patienten aus der ZNA heraus begleiten, beispielsweise in den Herzkatheter, die Angiologie, auf die Intensivstation oder in die Radiologie.
Den restlichen Teil meines Tertials verbrachte ich auf der Kardiologie. Die Station verfügt über zwei Arzthelferinnen, die den überwiegenden Teil der Blutentnahmen durchführen und Flexülen legen. Bei hohem Arbeitsaufkommen, im Tagesverlauf oder bei schwierigen Venenverhältnissen wurde dies delegiert. Zu den Hauptaufgaben auf Station gehörten die Aufnahme von Patienten, die Vorbereitung der Stationsvisite sowie das Vorbereiten von Arztbriefen. Durch die in der Regel kurze Aufenthaltsdauer der Patienten herrscht stets ein hohes Arbeitstempo. Hospitationen im Herzkatheterlabor sowie bei TTE- und TEE-Untersuchungen sind möglich.
Insgesamt war ich mit meinem Tertial sehr zufrieden und kann das sehr moderne Klinikum uneingeschränkt weiterempfehlen.