Ich habe ein halbes Tertial am AKH verbracht und hatte eine wirklich schöne Zeit. Normalerweise sieht der Rotationsplan jeweils folgende Stationen vor: ACH, UCH und ZNA. Nach Absprache durfte ich anstatt UCH auf die Urologie wechseln, wo ich auch meine schönste Zeit hatte.
ACH: Visite beginnt um 7Uhr, gerne gesehen wird hier etwas Eigeninitiative (Pflaster anreichen, protokollieren, etc.). In der Frühbesprechung wird anschließend aufgeteilt, wer mit in den OP, Ambulanz oder auf Station geht. Ich persönlich war die meiste Zeit im OP, wo ich auch fast immer mit an den Tisch durfte und einige Male intrakutan zunähen durfte. Die OÄ sehen es sehr gerne, wenn man ambitioniert ist und erklären dann auch sehr viel. Insgesamt war nicht ein einziger Arzt unfreundlich oder unsympathisch. CAVE: Hütet euch vor OP-Schwester Christiane, sie ist der typische Drache. Stellt euch bei ihr also lieber 5x vor. :)
UCH: Da ich nicht selbst dort war, kann ich nur die Tipps meine Kommilitonen weitergeben. Haltet euch an Mo, er ist einfach klasse und bringt einem enorm viel bei. Ansonsten empfiehlt es sich eher auch hier in den OP zu gehen, da auf Station wohl größtenteils nur Arabisch gesprochen wird.
Uro: Hier hatte ich eine unfassbar coole Zeit und wurde als PJler direkt ins Team integriert, da die Urologen auch nur selten eigene PJler haben. Auch hier wird das typische Klischee erfüllt: Urologen sind einfach ein lustiges Volk. Im Prinzip durfte ich mir auch hier immer aussuchen, was ich machen möchte oder was ich sehen möchte. Wenn es nichts zu tun gab, war mein go to immer die Ambulanz, da hier die spannendsten Fälle rein kamen und ich idR auch immer selbstständig (vor)untersuchen durfte. Zudem durfte ich jeden Tag mehrfach Patienten schallen und die BEs hielten sich mit 1-3 Stück pro Tag in absolut normaler Grenze. Hier durfte ich allerdings nicht so früh gehen, wie auf den anderen Stationen, sodass ich häufiger auch mal bis 16/17Uhr da war, allerdings war das okay für mich, da ich nie das Gefühl hatte "nur doof rum zu stehen". Mein Highlight war eine Zirkumzision, die ich am letzten Tag meiner Rotation als 1. Operateur durchführen durfte :D
ZNA: Hier hatte ich persönlich keine so schöne Zeit, da wir meistens 6 Studenten (2PJler und 4 internationale Studenten waren) aufgeteilt auf nur einen Arzt. Das war bei mir vermutlich aber auch nur eine Ausnahme und wird sich ab sofort ändern. Ich bin dann öfter mal einfach Nachmittags gekommen und durfte dort dann auch viel selbst machen, von daher alles fine.
Insgesamt: Frau Klutzny ist die Koordinatorin und macht in der Regel jeden Wunsch möglich, also es lohnt sich immer einfach mal nachzufragen (insbesondere Rotationen und persönliche Absprachen). Studientage (1x pro Woche) dürfen auch gesammelt am Ende genommen werden. Für 5Euro konnte man sich etwas am Kiosk holen, dieser wurde allerdings zum 22.12.2025 geschlossen ... ein Nachfolger wird aktuell gesucht. Unterricht gab es 4x die Woche idR von den Ärzten, die auch im M3 prüfen, nach dem Unterricht (14:30Uhr) durfte man idR immer gehen. Ich habe mir über Frau Heidi Müller für 40Euro/Monat einen Parkausweis geholt, ansonsten findet man aber auch gut Parkplätze, wenn man die Spots ein bisschen drauf hat
Bewerbung
PJ-Portal: kurz vorher, weil noch ein Platz frei geworden ist