OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, Notaufnahme, Station
Heimatuni
TU Muenchen
Kommentar
St. Johann war mein erstes Tertial und obwohl Chirurgie nicht mein Lieblingsfach ist, hatte ich dort eine sehr gute und lehrreiche Zeit.
Allgemein: man bekommt (falls verfügbar) einen kostenlosen Platz im KPJ-Haus (alte Ferienwohnung direkt am Klinikum) oder im Personalwohnheim inkl. Parkplatz. Die Vergütung liegt bei 900€, wobei davon circa 180€ für Versicherungen abgezogen werden. Auch das Essen bekommt man kostenlos zur Verfügung bestellt, besonders das Mittagessen in der Kantine ist premium.
Tagesablauf: Beginn um 07:15 mit der Frühbesprechung, anschließend entweder Assistenz im OP (oft erste Assistenz, Kameraführung bei Laparoskopien, Nähen, kleine Schritte selbst übernehmen teils möglich, wenn man sich nicht doof anstellt) oder Hilfe in der Ambulanz (Akutpatienten aufnehmen, Anamnese, Untersuchungen, Zugang legen, Blutentnahme, Wundversorgung etc.). Es gibt auch Spezialambulanzen (Varizen, Adipositas, Gefäß etc.) oder die Endoskopie, wo man alternativ dabei sein kann oder man geht auf Visite auf Station mit. Teils braucht einen die Station auch für Venflons/Blutentnahmen, aber das hält sich im Vergleich zu anderen Häusern in Grenzen. Mittagessen ist immer möglich und auch ein Kaffeepäuschen ist oft drin :)
Enden tut der Tag mit der Röntgenbesprechung um 15:15 Uhr und anschließend noch einer kurzen Patient:innenbesprechung.
Dienstags und Donnerstags ist nachmittags außerdem noch Chefvisite. Der Chef ist eine Institution für sich, muss man erlebt haben. Insgesamt ist die Stimmung im ganzen Team sehr gut. Die Basisärzt:innen und Assistent:innen sind alle mega lieb, genauso wie die OÄs, selbst wenn diese teils spezielle Charaktere haben ;) Habe mich als KPJlerin dort wohl und wertgeschätzt gefühlt.
Was man noch wissen sollte: man übernimmt im KPJ in St. Johann standardmäßig 2-3 Dienste pro Monat, unter der Woche anschließend an den normalen Arbeitstag von 16:00 - 07:00 Uhr, am Wochenende 24 Stunden. Man hat dann Rufbereitschaft für Blutentnahmen, Venflons, BGAs, Hubschrauber-Übergaben, OP-Assistenz etc. Dafür bekommt man den nächsten Tag frei.
Apropos Freizeit: die kann man in Tirol mehr als nutzen: ich war im Sommer dort, und alles an Bergsportarten ist dort möglich. Die Landschaft und Bergseen sind der absolute Traum :)
Bewerbung
Mindestens 2 Jahre, aktuell werden leider KPJ-Stellen gekürzt und sind gut nachgefragt.