Ich war am Joho super zufrieden und kann nur empfehlen dort ein Anästhesie-Tertial (oder auch Famulaturen) zu machen!
Das Tertial war aufgeteilt auf 2 Monate im OP und 2 Monate auf der interdisziplinären Intensivstation.
Im OP gibt es 11 verschiedene Säle + Kreißsaal + Hybridsaal. Als einzige PJ'lerin konnte ich mir praktisch morgens immer aussuchen in welchen Saal ich gehen wollte, wenn man möchte wird man aber auch jemandem zugeteilt. Das Team im OP-Bereich ist sehr sehr nett und man war überall immer herzlich willkommen. Dementsprechend durfte ich auch von Anfang an sehr viel machen: Intubieren, arterielle Katheter, ZVK's, Spinalanästhesie. Sobald die Leute einen ein bisschen kannten, konnte man auch alleine die Einleitung und Narkose-Überwachung (unter Rücksprache natürlich) durchführen. Und auch sonst hat sich das Team immer viel Mühe gegeben beim Fragen beantworten und erklären! Je nach Motivation und Laune konnte man bis zur letzten OP bleiben oder auch früher gehen ;).
Die zweite Hälfte war ich dann auf der Intensivstation, was ein weiteres Highlight war! Das Team ist auch unglaublich nett, sowohl auf oberärztlicher Ebene, als auch die Assistenzärzt*innen. Die ersten Tage waren zunächst etwas chaotisch, da zeitgleich mit mir fünf weitere Ärztinnen eingearbeitet wurden. Dies legte sich jedoch schnell, sodass ich bereits ab der zweiten Woche voll in den Stationsalltag integriert war. In der Regel übernahm ich ein bis zwei Patientinnen pro Tag, die ich selbstständig untersuchte, dokumentierte und bei der Übergabe vorstellte. Auch weiterführende Diagnostik wie Röntgenuntersuchungen und Laborkontrollen konnte ich eigenständig vorbereiten und anmelden. Durch die interdisziplinäre Zusammensetzung des Teams (u. a. Chirurgie, Innere Medizin, Neurologie) und die vielen verschiedenen Krankheitsbilder, konnte ich super viel mitnehmen und lernen! Auch praktisch konnte ich hier wieder viel machen: viel Ultraschall (Volumenstatus, Echo, POCUS), ZVK's und Arterien legen und Aszites- und Pleurapunktionen. Außerdem habe ich zugeschaut bei Shaldon-Anlagen, Tracheotomien und ECMO-Anlagen und bin mit auf Rea-Funk gegangen.
Auch hier war es kein Problem, wenn man mal krank war oder früher gehen musste.